Obwohl sich das Geschäft des Unilever-Konzerns 1968 auf dem afrikanischen Kontinent wesentlich verbessert hat und vieles darauf hindeutet, daß Unilever geschickt genug ist, sich den dort ständig veränderten Verhältnissen anzupassen, verlagert sich der Ausbau des Konzerns immer mehr in Richtung auf Europa. Vom investierten Kapital von fast 9 Milliarden Gulden sind jetzt 67 Prozent in Europa angelegt gegenüber 58 Prozent im Jahre 1959. Der Anteil der afrikanischen Staaten verringerte sich seit 1952 auf 13 (23) Prozent. Auf die USA entfielen 13 (12) Prozent. Der Gewinnanteil des europäischen Raumes stieg auf 69 (65) Prozent, auf Afrika entfielen 11 (16) und auf die Vereinigten Staaten 14 (12) Prozent.

Von den 1968 beschlossenen Investitionen von 821 Millionen Gulden waren 73 Prozent für europäische und 15 für amerikanische Projekte vorgesehen. In der Investitionsliste findet sich lediglich eine Fabrik in Pietermaritzburg, Südafrika, in der Futtermittel hergestellt werden sollen. 48 Millionen Gulden (oder 6 Prozent der Investitionssumme) entfallen auf Investitionen in Afrika.

Die Aktionäre sind mit dieser Schwerpunktbildung gut gefahren. Mit einem Gewinn, von 3,3 Prozent vom Umsatz wurde 1968 das beste Ergebnis seit 1959 erzielt. Allerdings wurde die Kapitalrentabilität von 1959 noch nicht wieder erreicht. Mit 9,3 Prozent des Betriebskapitals liegt der Gewinn noch um 1 Prozent niedriger als damals. K. W.