Von Ferdinand Lundberg

Veir führende Mitglieder der Familie Mellon sind auf der Fortune-Liste mit einem Vermögen von mindestens 1,6 Milliarden und höchstens 2,8 Milliarden Dollar vertreten. Da die Börsenkurse in der Zwischenzeit scharf angezogen haben, scheinen mir diese Zahlen eher zu niedrig zu liegen.

Die Mellons sind ein Finanz-Clan wie die Familie du Pont; diese sitzen in Wilmington, Delaware, und jene in Pittsburgh, Pennsylvania. Nach dem Bericht der Nationalen Wirtschaftskommission, den ich schon im Falle du Pont erwähnte, ist die Familie Mellon an folgenden Spitzenkonzernen beteiligt: Aluminium Corporation of America, Gulf Oil Company, Manufacturing Company, Bethlehem Steel Corporation, General American Transportation Corporation, Jones and Laughlin Steel Corporation, Koppers United Company, Lone Star Gas Corporation, Niagara Hudson Power Corporation, Pittsburgh Coal Company, Pittsburgh Plate Glass Company, The Virginia Railway Company, Westinghouse Electric and Manufacturing Company und eine ganze Reihe anderer. Die meisten dieser Firmen sind wahre Industriegiganten; drei werden vollständig von der Familie Mellon kontrolliert: Aluminium Corporation, Koppers United und Gulf Oil. Fünf Mitglieder der Familie Mellon verwalten diese Beteiligungen direkt und durch zwei Holding-Gesellschaften, ferner durch drei fest in ihrer Hand befindliche Versicherungs- und Wertpapierunternehmen, sechs Treuhandfonds, eine Nachlaßverwaltung und eine Stiftung.

Vom Stammkapital der Aluminium Corporation besitzt die Familie Mellon 33,85 Prozent, von den stimmberechtigten Vorzugsaktien zusammen mit einer Stiftung 24,98 Prozent. Das Stammkapital der Gulf Oil Company gehört den Mellons und ihren Holding-Gesellschaften zu 70,24 Prozent; das ist ein ungewöhnlich großer Anteil einer Familie an einem derartigen Riesenunternehmen. Darüber hinaus sind die Mellons zu 52,42 Prozent am Stammkapital von Koppers United und zu 1,52 Prozent an den stimmberechtigten Vorzugsaktien dieses Unternehmens beteiligt.

Nach den Untersuchungen der Nationalen Wirtschaftskommission über die Eigentumsverhältnisse in der Industrie beziffern sich die Anteile der Familie Mellon an diesen drei führenden Konzernen, nach Börsenpreisen Ende 1964 gerechnet, wie folgt:

7,1 Mill. Stammaktien der Aluminium Company (das sind 33 Prozent des Gesamt-Aktienkapitals) zum Kurs von 61 1/2 438 970 087 Dollar

164 477 Vorzugsaktien der Aluminium Company (25 Prozent aller Vorzugsaktien) zu einem Durchschnittskurs von 85 1/2 9 128 468 Dollar