Nicht viel weniger als zehn Milliarden Schweizer Franken dürften 1968 in die Kassen der Schweizer NestU-Gruppe geflossen sein. Denn bei den 8,48 Konzernumsatz-Milliarden, die das 1967er-Geschäft um rund 8 Prozent übersteigen, hat man sämtliche Beteiligungsgesellschaften, an denen nicht die "überwiegende Mehrheit" gehalten wird, ebenso "vergessen" wie die Einnahmen aus bestimmten Nebenprodukten. Diese in 208 Fabriken und mit gut 90 000 Beschäftigten erwirtschafteten Umsätze oder die Tatsache, daß neue Gebiete wie Fertiggerichte, Tiefkühlprodukte, vor allem aber die Sofortgetränke ungestüm an die Umsatzspitze vor den traditionellen Milch- und Schokoladeerzeugnissen drängen, sind jedoch weniger sensationell als die zum erstenmal veröffentlichte Konzernrechnung. Offenbar haben die Nestlé-Buchhalter ihren ganzen Berufsstolz hineingelegt, nachdem Nestle-Präsident Dr. Petitpierre, früherer Schweizer Bundespräsident, in den letzten Jahren ungeduldige Aktionäre stets mit der stereotypen Auskunft abgespeist hatte, die Eigenheiten des weltweiten Nestlé-Geschäfts ließen eine Konsolidierung der Konzernzahlen einfach nicht zu. W. W.