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Unternehmensberatung: Manager zur Miete

v eutsche Unterhehmensberäter werdenSerfice wenn sie ihren Kunden auch Top Manager zur Aushilfe, anbieten können Als erste Firma in der Branche hat Mummen + Partner in Hamburg jetzt das Manager Leasing eingeführt.

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Feuilleton

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DIE ZEIT

Lauer Elan

Die Ausschußmitglieder, die sich sonst mit so viel Eifer zu Experten des Starfighter und der Phantom, der Panzer und Korvetten aufwerfen: auf urpolitischem Felde versiegt ihr Elan.

Verfälschung

Die Prawda berichtete Ende voriger Woche aus Bonn, die Regierung sei einem klaren Beschluß zur Nichtverjährbarkeit von Naziverbrechen ausgewichen – ein Vorgehen, das "im Grunde einer Amnestie für die Hauptmasse der Nazi- und Kriegsverbrecher gleichkommt".

Gewittergrollen am Suezkanal

Steht zwei Jahre nach dem Ende des letzten Krieges im Nahen Osten eine neue Schlacht bevor? Nixon fürchtet es, auch Moskau ist besorgt.

Gnade für Heß

Vor fünfzig Jahren – die Münchner Räterepublik lag in den letzten Zuckungen – wäre er um ein Haar als Geisel erschossen worden.

Die irische Jeanne d’Arc

Mit 21 Jahren Mitglied des britischen Unterhauses zu werden ist ein Kunststück. Bernadette Devlin ist nicht der erste Kandidat, dem es gelang; wohl aber kann sie sich rühmen geschafft zu haben, was bisher Männern vorbehalten war.

Ein Zeitungsmann

An der Schwelle des Alters, für das er nicht geschaffen war, versagte sein Herz. Werner Friedmann war knapp sechzig Jahre alt, als er im Auto zusammensackte – nach getaner Arbeit, auf dem Heimweg von der Redaktion.

Scharmützel vor veränderter Kulisse

Was dieses Hexeneinmaleins denn solle, wetterte der Kanzler mit wegwischenden Handbewegungen, als wollte er einen Spuk verjagen – diese subtilen Unterscheidungen wie Anerkennung der DDR als Realität, Anerkennung als Staat, staatsrechtliche, aber keine völkerrechtliche Anerkennung, völkerrechtliche Anerkennung, aber nicht so, daß ein Verhältnis von Ausland zu Ausland entstehe? Dies könne kein Mensch begreifen.

ZEITSPIEGEL

Ulrike Marie Meinhof, ehemalige Chefredakteurin, zuletzt Star-Kolumnistin von konkret, stellt ihre Mitarbeit an der linksorientierten Zeitschrift ein.

Der Tag, an dem de Gaulle stürzte

Am Wetter lag es nicht. Da schon der Sonnabend milde war, versprach der Sonntag, sonnig zu werden. Dennoch zählte die Polizei an den Ausfahrten eine weit geringere Menge Autos als an anderen Wochenenden.

Wo bleibt Frankreichs Mitte?

Vielleicht wird diese Niederlage eines Tages von der Geschichte als Beweis dafür angesehen, daß auch bei General Charles de Gaulle die Größe allzu nah bei der Verblendung lag.

Ohne Trick und Mogelei

Nach zwei langen Sitzungen hat sich das Kabinett zu einem Beschluß durchgerungen: Die Verjährung für Mord wird aufgehoben; NS-Mörder können damit auch nach Ende des Jahres 1969, nach Ablauf der bisher gültigen Verjährungsfrist, verfolgt werden.

Ordnung - um welchen Preis?

Seit der volle Wortlaut des Staatsvertrages bekannt ist, mit dem die Länder das Disziplinarrecht an den Hochschulen durch ein Ordnungsrecht ablösen wollen, besteht noch mehr Anlaß, vor den Konsequenzen dieses Vertrags zu warnen.

Le Monde: Modell und Mythos

Mitbestimmung (bis zur Mitbeteiligung) scheint sich – ohne Gewerkschaft und ohne Gesetzgeber – am ehesten dort zu ergeben, wo keiner sie erwartete und wenige sie wollten: bei der Presse.

Machen Roben Anwälte?

Das Revisionsverfahren gegen den Kriminalbeamten Kurras, der am 2. Juni 1967 während einer Anti-Schah-Demonstration den Studenten Benno Ohnesorg durch einen Schuß tödlich verletzte, wurde auf unbestimmte Zeit vertagt.

Ein Kampf gegen Rom

Der Aufstand der Jesuiten – "Fall Schoenenberger" – nur ein Glied in einer langen Kette

Sowjets stecken zurück

Der Moskauer Gipfelkonferenz der Länder des Rates der gegenseitigen Wirtschaftshilfe (Comecon) ist es gelungen, eine neue Krise der Wirtschaftsgemeinschaft des Ostblocks abzuwenden.

"Stalin, der letzte Marxist"

Wer ein Drittel seines Lebens als politischer Gefangener verbrachte, fast ein Jahrzehnt eingekerkert durch einstige Freunde, braucht ein kühles Temperament oder ein Übermaß an Selbstüberwindung, um Ressentiments hinter sich zu lassen.

Warten in der Todeszelle

Am 21. Mai wird Richter Herbert Walker in Los Angeles formal das Urteil gegen den Palästina-Araber Sirhan Bischara Sirhan verkünden, der in der Nacht zum 5.

Dokumente der ZEIT

Französinnen, Franzosen ... Sie, zu denen ich so oft für Frankreich gesprochen habe, wissen, daß Ihre Antwort am Sonntag in erster Linie Frankreichs Zukunft betreffen wird, weil es darum geht, die Struktur unseres Landes einem bemerkenswerten Wandel zu unterwerfen.

Biafra befreit Owerri

Die biafranische Nothauptstadt Umuahia soll vorige Woche ganz in die Hand der nigerianischen Bundestruppen gefallen sein. Dafür befreiten die Biafraner am Wochenende Owerri, die fünftgrößte Stadt ihres Landes, von der Herrschaftder Zentralregierung.

Peking auf Mittelkurs

Mit der Willensbekundung, China nach außen zu verteidigen und nach innen zu konsolidieren, ist der IX. Parteitag der KPCh am Donnerstag voriger Woche zu Ende gegangen.

Moskau drang nicht durch

Auf ihrem Gipfeltreffen in Moskau haben die acht Mitgliedstaaten des Comecon demonstrativ ihre Einigkeit betont. Der Ostblock-Wirtschaftsgemeinschaft gehören die Sowjetunion, Polen, die DDR, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, die ČSSR und die Mongolei an.

Kabinett gegen Verjährung

Im Schlußgalopp vor der Wahl hat die Große Koalition vorige Woche in Bonn eine Reihe längst fälliger Hürden teils genommen, teils umgangen: Das Bundeskabinett "würdigte" den Atomsperrvertrag, ließ das NPD-Verbot in der Versenkung verschwinden und entschied sich für eine Aufhebung der Verjährungsfrist bei Mord und Völkermord.

Schreckens- oder Wundermann?

Zunächst bei der Heidelberger Inszenierung des Jugendstücks "Zicke-Zacke". Als in der Premiere fromme Kirchenlieder mit fußballverhimmelnden Texten ertönten, als über dem Kopf eines englischen Jugendrichters ein mit Wasser gefülltes Präservativ zerplatzte, platzte einem Teil des Publikums der Kragen.

Hans Neuenfels:: II. Erzwungene Erwiderung

Meine Erwiderung auf den Artikel des Arbeitskreises "Kultur und Revolution" ist erzwungen: Ich halte es für unangemessen, in einen Zusammenhang gerückt zu werden, der auf Grund meiner vorliegenden Arbeiten auf keinen Fall eine derartige Bedeutung ausstrahlen kann.

Kritiker stellen sich aus

Eine optimale Darbietung aktueller deutscher Kunst hatte den Veranstaltern vorgeschwebt, als sie zum Salon der Kunstkritik aufriefen.

Kunstkalender

Alte Druckgraphik in der üblichen Menge und Qualität. 18 Dürer-Blätter, darunter die "Melancholie" für 12 000, der "Dudelsackpfeifer" für 5600 Mark, wichtige Blätter von Breughel und Callot.

Ein Märchen von Horváth

Für Horváth braucht man die Trommel nicht mehr zu rühren. Endlich ist er im Schwang – drei Jahrzehnte nach seinem frühen Tod.

DIE NEUE SCHALLPLATTE

Es fängt an wie in einem normalen Konzert, eine Oboe spielt einen Ton, jeder Musiker übernimmt ihn und beginnt seine Melodie des Sich-Einstimmens und -Einspielens, man wartet eigentlich nur noch auf den Dirigenten, damit der den ersten Einsatz schlage.

Folgen eines Schocks

Die in den letzten Monaten bekanntgewordenen Versuche von Zeitungs- und Zeitschriftenredaktionen, sich gegen die rotierenden Besitzverhältnisse auf dem Pressemarkt abzusichern und Vorsorge für ihre Unabhängigkeit und Meinungsfreiheit zu treffen, haben jetzt zum erstenmal ihre Parallele auch in einer Rundfunkanstalt gefunden.

ZEITMOSAIK

Das Problem, vor dem wir stehen, ist die Notwendigkeit der Befreiung nicht von einer armen Gesellschaft, nicht von einer zerfallenden Gesellschaft, nicht einmal in erster Linie von einer terroristischen Gesellschaft, sondern von einer Gesellschaft, die in großem Maße die materiellen und sogar die kulturellen Bedürfnisse entwickelt – eine Gesellschaft also, die, einem Schlagwort zufolge, einen immer größeren Teil der Bevölkerung an ihren Gütern teilhaben läßt.

Juden in der deutschen Literatur

Im Jahre 1772 veröffentlichte die Zeitschrift Frankfurter gelehrte Anzeigen Besprechung eines Buches mit dem Titel "Gedichte von einem polnischen Juden".

FILMTIPS

"Week-End", von Jean-Luc Godard. "Geraubte Küsse", von François Truffaut. "Paris gehört uns", von Jacques Rivette. "Chronik der Anna Magdalena Bach" und "Der Bräutigam, die Komödiantin und der Zuhälter", von Jean-Marie Straub.

Verbrechen aus Leidenschaft

Einem "Verbrechen aus Leidenschaft" – so der gemeinsame Titel seiner beiden jetzt in Bochum für Deutschland erstaufgeführten Einakter – ist Joe Orton 1967 selbst zum Opfer geworden: sein eifersüchtiger Freund brachte den Dramatiker um, der seine Zuschauer vorwiegend mit Stoffen versorgte ("Seid nett zu Mister Sloane"), denen sein eigener Tod nachempfunden sein könnte.

Mißtrauen gegen seine Leser

Vor wenigen Jahren noch wurde der Name des Schriftstellers Günter Kunert fast automatisch mit dem Kennwort "Lyriker" versehen.

KRITIK IN KÜRZE

"Der jüdische Witz", herausgegeben von Saida Landmann. 2845 jüdische Witze auf einmal in dieser neu bearbeiteten und erweiterten Ausgabe: aber da die Menschheit in ihrer ganzen Geschichte wahrscheinlich keine 2845 guten Witze verfaßt hat, darf man sich nicht wundern, daß dort auch schwächere Witze und schwächere Varianten der guten Witze zu finden sind.

Im Naturschutzpark

In New York hat kürzlich jemand Buchkäufer befragt. Dabei stellte sich heraus, daß die wenigsten ein erworbenes Buch auch zu Ende lesen.

Heinz Pionteks Buchstabenzauber

Das Interesse an autobiographischen Schriften ist das Interesse an der Welt, dividiert durch einen Autor. In dieser Gleichung kann die eine oder andre Größe eine Unbekannte sein; je nachdem überwiegt die Aufmerksamkeit, welche die Gegenstände und Menschen in ihrer Spiegelung oder der Spiegelnde selber erwecken.

Unsere Empfehlungen

Es geht um das Verhältnis zwischen Sprache, Individuum und Gesellschaft – nicht in Form einer theoretischen Reflexion, sondern in abenteuerlichen Erkundungsfahrten in die Sprache: Nirgends drückt sich das, was die Nachfahren der "Wiener Gruppe" wollen, deutlicher, überzeugender und weniger in sich verschlossen aus.

Unser Seller-Teller April 1969

Zweierlei fiel beim Zusammenstellen dieser Liste auf: Es gibt zur Zeit eine ganze Menge recht erfolgreicher Bücher, aber nicht, wie häufig sonst, den einen oder die zwei Bestseller, die alle übrigen Titel in ihren Schatten drängen.

Publikums-Kompositionen

Der Komponist entrollt vier Bahnen bemalten weißen Papiers von je drei Meter Länge und läßt sie an einer Projektionswand befestigen, Dann verteilt er unter seinen Zuhörern Kinder-Spielzeug – metallene Knackfrösche, kleine Mundturbinen, mehrere Arten von Flöten, solche, in denen durch einen Gummikolben die Tonhöhe verändert werden kann, solche, bei denen der Ton durch den Schnabel eines aufgesetzten Kanarienvogels zum Triller zerhackt wird, solche schließlich, die kreischen.

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