Juden in der deutschen Literatur – Seite 1

Von Marcel Reich-Ranicki

Im Jahre 1772 veröffentlichte die Zeitschrift Frankfurter gelehrte Anzeigen Besprechung eines Buches mit dem Titel "Gedichte von einem polnischen Juden". Dieser Titel habe auf den Rezensenten, versichert er – übrigens war es der dreiundzwanzigjährige Praktikant am Reichskammergericht in Wetzlar, Johann Wolfgang Goethe – "einen sehr vorteilhaften Eindruck" gemacht. Da trete, meinte er, "ein feuriger Geist, ein fühlbares Herz... auf einmal in unsre Welt. Was für Empfindungen werden sich in ihm regen! was für Bemerkungen wird er machen, er, dem alles neu ist!... Wie viele Dinge werden ihm auffallen, die durch Gewohnheit auf euch ihre Wirkung verloren haben!... Er wird euch aus eurer wohlhergebrachten Gleichgültigkeit reißen, euch mit euern eignen Reichtümern bekannt machen, euch ihren Gebrauch lehren... Wenn er nichts Neues sagt, wird alles eine neue Seite haben."

Indes haben die Verse jenes in deutscher Sprache dichtenden polnischen Juden den jungen Goethe tief enttäuscht: Er wirft ihnen "die Göttern und Menschen verhaßte Mittelmäßigkeit" vor, ihm mißfällt, daß einer auf seine "Judenschaft" verweist, wenn er doch "nicht mehr leistet als ein christlicher Etudiant en belles Lettres auch".

Gewiß war Goethe mit seinem abfälligen Urteil im Recht. Doch bemerkenswerter als dieses Urteil ist die Erwartung, die er an die Person des jüdischen Poeten glaubte knüpfen zu dürfen. Goethe betrachtet ihn vor allem – und wiederum mit Recht – als Repräsentanten einer Minderheitsgruppe, und er geht von der Einsicht aus, daß die besondere Situation, in der sich ein Autor befindet, ihm eine besondere Perspektive ermöglicht, mehr noch: ihn zu einer solchen Perspektive sogar verpflichtet.

Diese Buchbesprechung Goethes scheint mir, mag es sich auch um eine in seinem Gesamtwerk geradezu verschwindende Marginalie handeln, bis heute symptomatisch und exemplarisch zu sein.

Natürlich hat sich in den zwei Jahrhunderten, die seit jener Rezension vergangen sind, die Situation der jüdischen Schriftsteller deutscher Sprache mehrfach und gründlich geändert. Gleichwohl blieb es immer eine besondere Situation, wenn nicht gar eine Ausnahmestellung. Gewandelt hat sich ebenfalls das Verhältnis der Umwelt zu diesen Autoren. Ein gänzlich unbefangenes, ein makellos sachliches und von keinerlei Vorurteilen beeinträchtigtes Verhältnis war es nie und konnte es nicht sein.

Goethe sah in jenem polnischen Juden, dessen Gedichte er streng kritisierte, verständlicherweise einen Neuankömmling, einen Fremden, einen Andersartigen. Sind auch im ersten Drittel unseres Jahrhunderts die Schriftsteller jüdischer Abstammung in Deutschland und in Österreich von der nichtjüdischen Umwelt als Fremde behandelt worden? Nein, nicht unbedingt und bestimmt nicht immer. Aber eine gewisse Distanz war stets geblieben und mußte bleiben, was freilich die Juden selber oft nicht wahrhaben wollten.

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Warum ließ sich eigentlich diese Distanz zwar verkleinern, doch nie aus der Welt schaffen, obwohl sich viele Juden darum heiß und innig bemüht hatten? Das hängt zunächst einmal mit dem Schicksal der Juden zusammen und mit bestimmten Eigentümlichkeiten ihrer Mentalität.

Daß die Zugehörigkeit zu einer bedrängten oder verfolgten Minderheitsgruppe verschiedene menschliche Eigenschaften der Betroffenen steigert und potenziert, ja ihre psychische Struktur in hohem Maße zu prägen vermag, ist bekannt und gilt nicht nur für die Juden. Auf die Juden jedoch mit ihrer uralten intellektuellen und ethischen Tradition hat das jahrhundertelange Leben in abgeschlossenen und isolierten Bereichen, eine Art Inseldasein also in verschiedenen Teilen des europäischen Kontinents, außergewöhnliche Folgen gezeitigt.

Von Heine stammt das Bonmot: "Die Juden, wenn sie gut, sind sie besser, wenn sie schlecht, sind sie schlimmer als die Christen." Das mag eine höchst fragwürdige Verallgemeinerung sein, worauf sie aber letztlich abzielt, ist so abwegig nicht. Denn Heine dürfte nichts anderes gemeint haben als die berühmte und berüchtigte Intensität der Juden, ihre bisweilen verblüffende und sogar als erschreckend empfundene Radikalität, ihre Neigung zur Kompromißlosigkeit und ihren gelegentlich bewunderten und häufig mißbilligten Hang zum Extremismus. Nur, daß alle diese Eigenheiten und Tendenzen wohl eher im Intellektuellen und Ästhetischen zum Vorschein kamen und kommen als in dem Bereich des Moralischen, auf den Heine offenbar anspielte.

Wie auch immer: solche und ähnliche Attribute machten viele Juden für die Umwelt einerseits attraktiv und andererseits nicht ganz geheuer. Sie ermöglichten manche ihrer Leistungen und Taten und verursachten zugleich zahllose ihrer Leiden und Opfer.

Allerlei verdankt die Menschheit dieser außergewöhnlichen Intensität, in der sich immer Wieder die Sehnsucht nach den Grenzen verbirgt. Aber für die Juden selber, die oft genug versucht haben, gegen ihre Eigenart anzukämpfen, schlug sie in der Regel zu ihrem Unglück aus – auch dann, wenn sie nicht vertrieben, wenn sie nicht gekreuzigt oder vergast wurden.

Dies alles gilt auch und insbesondere für die Schriftsteller, also für die Juden in der deutschen Literatur. Manche von ihnen vermochten tatsächlich zu verwirklichen, was Goethe schon damals, 1772, gefordert hatte. Ihnen, den Außenseitern und Neuankömmlingen, gelang es oft, das Bekannte und Gewohnte anders und neu zu sehen. Innerhalb und schließlich doch außerhalb der Welt stehend, mit der sie sich auseinandersetzten, konnten sie die skeptische Distanz mit vertraulicher Nähe verbinden: Gerade von der Peripherie her ließ sich das Zentrale oft mit besonderer Deutlichkeit erkennen und darstellen.

Vor allem aber: Goethe hatte ja gehofft, jener anonyme polnische Jude würde die deutschen Leser aus ihrer "wohlhergebrachten Gleichgültigkeit reißen", ihm sollten "hundert Sachen, die ihr so gut sein laßt, unerträglich sein". Einen Ruhestörer und womöglich einen Provokateur wollte Goethe willkommen heißen. Damit hatte aber Goethe die Aufgabe und Rolle der Juden in der deutschen Literatur und im literarischen Leben des deutschen Sprachraums vorausgeahnt: Sie übten in hohem Maße einen relativierenden und irritierenden, einen par excellence provozierenden Einfluß aus. In dieser Eigenschaft – als irritierendes und provozierendes Element – wurden sie wohl am meisten benötigt und bestimmt am wenigsten geliebt.

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Einerseits hat die nichtjüdische Umwelt den jüdischen Schriftsteller, der am geistigen Leben Deutschlands teilnehmen wollte, lange Zeit hindurch direkt oder zumindest indirekt genötigt, sich taufen zu lassen, was bekanntlich nicht nur Börne und Heine getan haben, sondern auch manche ihrer Nachfolger im neunzehn und zwanzigsten Jahrhundert.

Andererseits aber sah die nichtjüdische Umwelt in diesen Schriftstellern, ob sie nun jenes "Entreebillett zur europäischen Kultur" (Heine) erworben hatten oder nicht, die Vertreter der jüdischen Minorität, deren markante Eigenschaften, gute ebenso wie schlechte, fast automatisch in ihren Werken gesucht wurden.

Dies hat in vielen Fällen zu einer besonders gereizten, bisweilen trotzigen und möglicherweise auch übertriebenen Reaktion der betroffenen Schriftsteller geführt, was nur allzu verständlich zu sein scheint. Manche von ihnen haben versucht, ein derartiges Verhältnis ihrer Umwelt, das keineswegs böswillig zu sein brauchte, zu ignorieren – und keinem ist dies ganz gelungen.

In seiner erst unlängst publizierten Autobiographie erklärt Arthur Schnitzler, warum er in diesem Buch so oft auf die jüdische Frage zu sprechen komme. Es sei – meint Schnitzler – für einen Juden, "insbesondere für einen, der in der Öffentlichkeit stand, unmöglich gewesen, davon abzusehen, daß er Jude war, da die anderen es nicht taten, die Christen nicht und die Juden noch weniger. Man hatte die Wahl, für unempfindlich, zudringlich, frech oder für empfindlich, schüchtern, verfolgungswahnsinnig zu gelten."

Diese Notiz stammt aus dem Jahre 1912. Aber es wäre in derTat leichtsinnig, annehmen zu wollen, sie treffe auf die Verhältnisse nach dem Ersten Weltkrieg nicht mehr zu. Und sie trifft natürlich um so mehr zu auf die Zeit nach 1945.

Für nahezu alle deutschen Schriftsteller jüdischer Herkunft wurde das Judentum im ersten Drittel unseres Jahrhunderts zu einer Last, die sie abwerfen wollten oder resigniert mitschleppten oder wie ein Banner zu tragen versuchten. Fast alle haben unter ihrem Judentum gelitten, fast alle haben mit ihm jahrzehntelang gehadert, was man häufiger ihren Briefen, Erinnerungen und Tagebüchern entnehmen kann als ihren Romanen, Dramen oder Gedichten.

Manche dieser Schriftsteller haben sich früher oder später vom Judentum getrennt oder distanziert und sind schließlich zu dem Ergebnis gekommen, daß sich dies überhaupt nicht realisieren läßt, weil es nicht von der Entscheidung des Individuums abhängt. Einer von ihnen hat diese Einsicht in seinem Abschiedsbrief formuliert. Im Dezember 1935, wenige Tage bevor er Selbstmord beging, schrieb Kurt Tucholsky: "Ich bin im Jahre 1911 ‚aus: dem Judentum ausgetreten‘, und ich Weiß, daß man das gar nicht kann."

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Und ob sie das Judentum verlassen wollten oder nicht, ihre Herkunft hat ihre Eigenart und ihr Werk mitgeprägt, oft allerdings indirekt. Das Judentum und, vor allem, die Situation des Juden inmitten einer nichtjüdischen Welt trieben Franz Kafka in Einsamkeit und Trauer, Joseph Roth und Ernst Toller in Schwermut und politische Schwärmerei, Carl Sternheim, Alfred Kerr und Kurt Tucholsky in Aggressivität und Provokation, Else Lasker-Schüler und – allem Anschein zum Trotz – auch Anna Seghers in Mystizismus und Ekstase.

Judentum – freilich im weitesten Sinne dieses Begriffes – beeinflußte die Mentalität der Wiener Feuilletonisten von Peter Altenberg bis Alfred Polgar und so verschiedener Literaturwissenschaftler wie beispielsweise Friedrich Gundolf und Walter, Benjamin.

Der einsame und radikale Gerechtigkeits- und Sprachfanatiker Karl Kraus ist eine Figur, die mit allen ihren Vorzügen und Schwächen erst durch die jüdische Herkunft verständlich wird. Ähnliches trifft auch auf Hermann Broch zu, der Mystiker und Analytiker zugleich war und in dessen Epik immer wieder die höchst eigenwillige Verbindung von Artistik und Wissenschaft auffällt.

Die Position der Juden in der deutschen Literatur war, will mir scheinen, fast immer und im hohen Grade eine Gegenposition. Das gilt für Stefan Zweig, der lange Jahre vorgab, diese Frage überhaupt nicht zu kennen, wie andererseits für Max Brod, den konsequenten Zionisten, das gilt für die elitäre und esoterische Dichtung eines Alfred Mombert und eines Karl Wolfskehl, für die geradezu rührende Preußenliebe Bruno Franks und für den erzkonservativen deutschen Traditionalismus Rudolf Borchardts.

Von einer Gegenposition und bisweilen sogar einer Trotzreaktion zeugt ebenfalls die entschiedene Hinwendung mancher Schriftsteller zu jüdischen Themen und Figuren – Lion Feuchtwanger mag hier genannt werden, aber auch Arnold Zweig. Und schließlich: Erst die jüdische Herkunft und das jüdische Schicksal machen vollauf die außerordentliche Faszination begreiflich, die katholische Ideen und Motive auf solche Schriftsteller auszuüben vermochten wie Alfred Döblin, der sich gegen Ende seines Lebens taufen ließ, und Franz Werfel, der sich nicht taufen ließ.

Natürlich haben wir es mit sehr verschiedenen Individuen zu tun, und nichts liegt mir ferner, als sie etwa unter einen Hut zwängen zu wollen. Doch kann eine gewisse Einseitigkeit hier nicht schaden, ja, sie scheint mir dringend nötig – als Reaktion auf die Literaturforschung, die diesen ganzen Fragenkomplex bisher meist ignoriert oder ausgespart oder zumindest vernachlässigt hat.

Gerade weil die Frage nach der jüdischen Komponente im Werk vieler Schriftsteller so ungegeheuerlich belastet ist wie wohl noch nie ein Problem in der Geschichte der deutschen Literatur, eben deshalb ist hier nichts notwendiger als maximale Sachlichkeit und Nüchternheit, als Forschungen nicht nur jenseits antisemitischer Verketzerung, sondern auch und vor allem jenseits philosemitischer Verherrlichung.

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Ich spreche hier immer wieder von der Literatur von gestern, obwohl doch die Ausstellung wenigstens zum Teil der Literatur von heute gewidmet ist. Aber ich bin in der Tat überzeugt, daß es sich hier um eine Frage vornehmlich der Vergangenheit handelt.

Nein, ich vergesse nicht die Schriftsteller der älteren Generation, die in den dreißiger Jahren vertrieben wurden und jetzt, wo immer sie auch wohnen, am literarischen Leben der deutschsprachigen Länder teilnehmen: Ich meine also Nelly Sachs und Anna Seghers, Elias Canetti und Manès Sperber, Hermann Kesten, Friedrich Torberg, Walter Mehring und noch viele andere. Ich denke ferner an eine Anzahl hervorragender Philosophen und Essayisten mit Theodor W. Adorno, Ernst Bloch und Max Horkheimer an der Spitze. Doch eine alte Wahrheit ist es: Wer einmal exiliert war, hört niemals auf, ein Exilierter zu sein.

Und ich möchte schließlich von den Schriftstellern meiner eigenen Generation sprechen. Vor einigen Jahren hat der Verleger Klaus Wagenbach viele deutsche Autoren aufgefordert, "ihren" Ort zu beschreiben. Die meisten schilderten die Stadt ihrer Kindheit oder Jugend oder einfach einen Ort, an dem sie etwas Wichtiges erlebt hatten. Peter Weiss jedoch schrieb über den Ort, für den er bestimmt und dem er entkommen war: über Auschwitz.

Immer schon waren Dichter ohne Heimat unheimliche Dichter. Aber diese scheinen mir doppelt unheimlich zu sein: die noch Halbwüchsige waren, als sie vertrieben oder deportiert wurden, und die erst im Exil – oft zunächst in einer fremden Sprache – zu schreiben begonnen haben. Den für sie bestimmten, den – mit Nelly Sachs zu sprechen – von Deutschen "sinnvoll erdachten Wohnungen des Todes" konnten sie zwar entgehen, doch wollte es ihnen nicht mehr gelingen, sich vom deutschen Wort zu befreien. Dichten können sie nur in der Sprache ihrer Kindheit und Jugend.

Fast alle leben sie nach wie vor außerhalb Deutschlands oder Österreichs. Und sind wohl überall Ausländer: Fremde in der Heimat und Gäste in der Fremde. Die deutsche Literatur unserer Zeit verdankt diesen Poeten aus einer anderen Welt nicht wenig. Sie werden geachtet und sogar gelesen. Die Leistungen einiger von ihnen hat man mit hohen und höchsten Literaturpreisen anerkannt. Auch nehmen diese Autoren oft an allerlei Tagungen und Kolloquien teil. Man sieht sie gern, begrüßt sie höflich, lobt sie reichlich.

Aber machen wir uns nichts vor: Mögen sie so erfolgreich sein wie Peter Weiss und so geschätzt werden wie Wolfgang Hildesheimer, wie der in Ostberlin lebende Stephan Hermlin oder soviel Aufsehen erregen wie der Lyriker und Übersetzer Erich Fried und der Geschichtenerzähler Jakov Lind, mögen sie gar, wie Paul Celan, schon als Klassiker der Gegenwartslyrik gelten – Außenseiter und Randfiguren sind sie trotzdem. Dies ist nicht einmal verwunderlich. Und es wird sich auch daran, vermute ich, nichts mehr ändern.

Denn was sie schreiben, befremdet und muß wohl auch befremden. Wer zum Tode verurteilt war, bleibt ein Gezeichneter. Wer zufällig verschont wurde, während man die Seinen gemordet hat, kann nicht im Frieden mit sich selber leben. Wer vertrieben wurde, bleibt für immer nicht nur ein Vertriebener, sondern auch und vor allem ein Getriebener.

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Also haben wir noch eine Generation deutschschreibender Juden, die die Leser, wie es einst Goethe gefordert hatte, aus ihrer "wohlhergebrachten Gleichgültigkeit reißen" wollen, noch eine Generation verzweifelter Außenseiter auf der Suche nach einem gelobten Land. Aber täuschen wir uns nicht: Es ist die letzte, die allerletzte Generation deutschschreibender Juden.

In diesem Sinne gleicht die Ausstellung einem Schlußakkord in Moll, einer elegischen Zusammenfassung, einer etwas melancholischen Bilanz. Doch haben Bilanzen immer etwas Sachliches und Nüchternes an sich. Und das gilt glücklicherweise auch für die hier gebotene Dokumentation, die – wie der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Hendrik van Dam, ausdrücklich und mit Recht betont – "keinen apologetischen Charakter haben", vielmehr zum Nachdenken anregen soll – zum Nachdenken über Deutschland und die Juden, über die Vergangenheit und die Gegenwart.

Mir bleibt, dem Veranstalter zu danken für diese Ausstellung, Doch welche Legitimation habe ich dazu? Nur die Tatsache, daß ich einer der Autoren bin, deren Bücher hier ausgestellt werden. Ich erlaube mir also, im Namen jener Überlebenden zu danken, die dem Ort entgangen sind, für den sie bestimmt waren, und die dennoch nicht aufhören können zu schreiben in deutscher Sprache.