Um Sauna zu baden, braucht man nämlich nicht unbedingt ein Blockhaus am stahlgrauen See mit dicht bewaldeten Ufern, wie Romantiker heute noch glauben. Eine Ecke im Waschkeller tut es auch. Wichtig sind ein Elektroanschluß und eine nicht zu weit entfernte Dusch- oder Badegelegenheit.

"Jeder Saunakäufer sollte darauf achten, daß er nicht einen zu kleinen Holzraum wählt. Dann kann er nämlich später Platzangst bekommen und das öffentliche Bad doch wieder dem eigenen vorziehen", warnt ein erfahrener Saunabenutzer.

Fachmann Jürgen Röhrs, der schon viele Sauna-Anlagen installiert hat, vertritt die Meinung, daß die unterste Grenze für die Größe einer Saunabadeeinrichtung bei einer Grundfläche von etwa 2 mal 2 Meter liegen sollte. Dafür ist mit Kosten von rund 3300 Mark zu rechnen.

Zum Saunabad gehört eine Kabinenanlage aus geeigneten Hölzern. Meist werden nordische Fichte (die teilweise aus Sibirien stammt) oder das teurere kanadische Hemlock-Holz angeboten.

In diese Kabinen werden zwei bis drei Pritschen eingebaut, die aus dem gleichen Holz bestehen. Dazu kommt ein Saunaofen. Heute handelt es sich dabei meist um Elektroofen. Aber auch mit Kohle, Holz oder Öl können Saunaöfen angeheizt werden. Mitgeliefert werden Peridotit-Aufgußsteine, auf denen Wasser verdampft werden kann.

Die berühmten Ruten aus Birkenreisig sind zwar auch zu haben, erfüllen aber meist nur den Zweck, schmückendes Zubehör zu sein. In die gleiche Kategorie fallen das Latschenkiefernöl für die guten Düfte und die kupferne Aufgußkelle. Sie und manch’ anderes niedliches Beiwerk bilden jenen "nice look", der den Umsatz der Branche bereichert.

Das Schwirzheim im Keller ist für einfache und für höhere Ansprüche zu haben. Ausgesprochenen Luxus gibt es allerdings kaum. Die Sauna ist ein Zweckgebilde.