Neben den weißen Säulenresten der kleinen Basilika auf Tempelgrund, die ganz nahe am Meer in der Bucht von Kephalos steht, am Schwanzende des Fisches, den Kos bildet, hat ein Störenfried Bungalows zu bauen begonnen. Vielleicht ist ihm das Geld ausgegangen, vielleicht hat Schlimmeres sich ereignet. Die Betonskelette hat der Wintersturm schon halb wieder eingerissen, glücklicherweise. Stille, noch einen Sommer lang.

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Restaurants: Die Preise erinnern an die in Spanien vor zehn Jahren. Auch diese Insel des Dodekanes ist wie Rhodos Freihandelszone. Man lebt billig und kauft billig ein. Am Hafen Mandraki ist das einfache Restaurant "Lemnos" zu empfehlen, am Freiheitsplatz ein winziges Fischlokal "Bacchus".

Hotelzimmer: Etwa 15 Mark mit Dusche. Getränke: Zwischen 40 und 80 Pfennig ein Weinbrand, der so gut ist wie der spanische. Bier ist verhältnismäßig teuer, es kommt aus Athen, aber auch aus der DDR.

Mittagessen: Im Dorf Kephalos bezahlten wir für: Kefdedes (Fleischbällchen), Käse, Tomaten, Eier, Wein, für sechs Personen, etwa 8,50 Mark.

Beim Einkaufen sind die Griechen das Handeln gewöhnt. Selbst der Miniatur-Hippokrates aus Marmor, für 3,90 angeboten, kostet nur noch 3,25 Mark.