Jedes Jahr gibt Nils Redvall, der Einkaufsdirektor des schwedischen Volvo-Konzerns, 200 Millionen Mark in der Bundesrepublik aus. Von den 1,2 Milliarden Schweden-Kronen, für die Redvall jährlich einkauft, bleibt nur die Hälfte in Schweden; der Rest geht in alle Welt. Auch in der DDR produzieren zwei Firmen Schrauben und Kugellager für die anspruchsvollen Schweden.

Mit 135 Zulieferfirmen steht die Bundesrepublik an der Spitze der Ausländer. Das blieb auch nach der Exportsteuer so; denn die meisten Firmen fingen die vier Prozent im Preis auf, weil sie im Geschäft bleiben wollen und weil es sich um eine temporäre Maßnahme handelt. Und im Geschäft bleiben ist alles bei dem harten internationalen Konkurrenzkampf, der vier Prozent höhere Preise sofort mit Verlust der Aufträge bestrafen würde.

Das Gerede um eine deutsche Aufwertung macht daher die Geschäftspartner nervös. Bei Volvo wird dann der Rechenstift entscheiden, und Nils Redvall warnt: "Man sollte nicht so sicher sein, daß die deutschen Zulieferer nach einer Aufwertung im Geschäft bleiben oder es zurückgewinnen."

Noch kaufen die Schweden nur in Europa und in den USA. Doch vor der Tür stehen schon die Japaner, bereit, das Geschäft zu machen. hm