Mitbesitz ist besser als Mitbestimmung – diese These vertritt Philip Rosenthal, Unternehmer und Bundestagskandidat der Sozialdemokratischen Partei. Der Vorstandsvorsitzende der Rosenthal Aktiengesellschaft tritt seit Jahren für einen Ausgleich der Vermögensstruktur in Deutschland ein. Mit Otto A. Friedrich hat er maßgeblich zum Abbau der ablehnenden Haltung der Unternehmerverbände gegen tarifliche Vermögensbildung der Arbeitnehmer beigetragen.

Praktische Wege zur Vermögensbildung der Arbeitnehmer zu suchen, ist das Ziel von Philip Rosenthal.

Um die Position zu verdeutlichen, die ein "progressiver Unternehmer in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts" einnimmt, hat Rosenthal seine Überzeugung in 15 Thesen zusammengefaßt.

In dem Unternehmen, das er leitet, gibt Rosenthal seit einigen Jahren ein praktisches Beispiel der Vermögensbildung. Die Rosenthal AG gab früher Belegschaftsaktien aus, hat sich aber jetzt auf Investmentzertifikate umgestellt, um ein Modell zu schaffen, das für alle Branchen, Unternehmen oder Unternehmensformen geeignet ist. Neben den Gratiszertifikaten im Wert von 180 Mark haben bei einem Rabatt von durchschnittlich 10 Prozent auf den Tageskurs allein im Jahre 1968 44 Prozent der Belegschaft zusätzlich durchschnittlich 270 Mark in Investmentzertifikaten investiert.