Die Olympia Werke AG, Wilhelmshaven, der letzte deutsche Büromaschinenhersteller von Weltformat, wird ihre Auslandsmärkte auch unter Hinnahme von Ertragseinbußen verteidigen. "Deshalb braucht bei uns die Dividende nicht auszufallen, aber wir müssen mit einer Schmälerung unserer Selbstfinanzierung rechnen", erklärte Vorstandsvorsitzender Heinz Büsser bei der Vorlage des Abschlusses für 1968.

Die Geschäftsschwerpunkte verlagern sich immer mehr in Richtung auf die elektrische Schreibmaschine und auf die elektronischen Tischrechner, von denen ein großer Teil in die USA exportiert wird. Der hohe Exportanteil von 60,1 (58,6) Prozent am Umsatz macht Überlegungen notwendig, ob nicht auch ein Teil der Produktion ins Ausland verlegt werden sollte. "Wir überlegen uns zur Zeit sehr intensiv, in welchem ausländischen Land wir kosten- und marktgünstig produzieren können", sagte Büsser.

Die Gesellschaft, die teilweise unter Kapazitätsmangel leidet, hat 1968 wieder kräftig investiert, aber auch Kapazität hinzugekauft, nämlich durch den Erwerb der SEL Feinmechanik GmbH. Trotz der Gewinnsteigerung, die – da die an die Muttergesellschaft AEG zu zahlende Dividende von 16 Prozent unverändert geblieben ist – allein in der Rücklagenerhöhung um 10,4 (4,5) Millionen zum Ausdruck kommt, braucht Olympia dringend neues Eigenkapital. Deshalb wurde eine Kapitalerhöhung um 30 Millionen beschlossen, von denen 15 Millionen der Gesellschaftskasse noch in diesem Jahr zufließen, kw