Sehr empfehlenswert:

"Week-End", von Jean-Luc Godard. "Ein einziges nichtrevolutionäres Wochenende ist unendlich viel blutiger als ein Monat permanenter Revolution", stand vor einem Jahr in Paris an den Mauern. Godards "Film, auf dem Schrotthaufen gefunden" ist selber die zerfetzte Karosserie eines Wagens am Rande der Autobahn, ein Trümmerstück der abendländischen Kultur an Wege des Kapitalismus im Stadium des Imperialismus. Die Trümmer wecken Wut und Lust: Wut über das Begonnene, Lust, es zu vollenden. Die Lust soll aber nicht blind sein wie das Gesetz der Geschichte, unter dem die Zerstörung begann. So ist GodardsFilm zugleich ein Test auf die Verwendbarkeit der Bruchstücke. Bei all seiner Rage ist "Week-End" ein experimenteller Film. Das kritische Bewußtsein von seinen Mitteln verläßt Godard nie.

"Geraubte Küsse", von François Truffaut. "Paris gehört uns", von Jacques Rivette. "Chronik der Anna Magdalena Bach" und "Der Bräutigam, die Komödiantin und der Zuhälter", von Jean-Marie Straub. "Gertrud", von Carl TL Dreyer. "Schande", von Ingmar Bergman. "Falstaff", von Orson Welles. "I a Man", "Bike Boy" und "The Nude Restaurant", von Andy Warhol. "The Thin Man – Der Unauffindbare", von W. S. Van Dyke.

Im Fernsehen:

"Die Damen vom Bois de Boulogne", von Robert Bresson. Der Film aus dem Jahre 1945, der erst jetzt seine deutsche Premiere erlebt, basiert auf einer Passage aus Diderots "Jakob und sein Herr" – derselben, die Schiller für die Hören übersetzte und die Sternheim als Vorlage seiner "Marquise von Arcis" diente. "Eine große Sorge erfüllte mich, die, vom dargestellten Gegenstand wegzukommen. Ich war bemüht, den Zuschauer dahinzubringen, meine Personen, wie das Racine fordert, ‚mit einem anderen Auge zu sehen als dem, mit dem wir gewöhnlich die Personen ansehen, die in unserer Nähe sind‘." ZDF am 12. Mai.

Sehenswert:

"Michael Kohlhaas, der Rebell", von Volker Schlöndorff. "Teorema", von Pier Paolo Pasolini. "Mercenario, der Gefürchtete", von Sergio Corbucci. "In der Stadt S.", von Jossif Cheifiz. "Der Partyschreck", von Blake Edwards. "Bullitt", von Peter Yates.