Ende April meldeten die Fordhändler aus allen US-Staaten frohe Kunde in das Ford-Hauptquartier: Das jüngste Pferd aus dem amerikanischen Ford-Stall, der "Maverick", erwies sich schon in den ersten Tagen als ein echter Renner.

Auf Anhieb wurden in den ersten vier Tagen 4989 "Mavericks" (zu deutsch: "junger Stier") verkauft und ausgeliefert. Damit hat der Wagen den letzten großen Erfolg auf dem amerikanischen Markt, den "Mustang" (ebenfalls von Ford), um runde drei Prozent übertroffen. Über 23 000 Kunden, die bei den Händlern in den ersten Tagen vorsprachen, mußten auf die Warteliste gesetzt werden.

Der Erfolg läuft Ford davon. Soviel "Mavericks", wie verlangt werden, kann man so schnell gar nicht produzieren.

Konzipiert wurde der nach amerikanischen Begriffen kleine Wagen, um die Invasion der Europäer auf dem amerikanischen Markt zu stoppen. Der "Maverick" wird insbesondere gegen den VW ins Treffen geschickt.

Obwohl der Wagen mit einem Sechszylinder-Motor weitaus schwerer bestückt ist als jeder Volkswagen und auch größer und unhandlicher ist, hat Ford offensichtlich das richtige Konzept gefunden. 21 Prozent aller Käufer, die bisher bei der Fordhändlern einen alten Wagen für der neuen "Maverick" in Zahlung gaben, kaemn mit einem ausländischen Wagen.

Den Start des "Maverick" hatte Forc mit einer Acht-Millionen-Werbekampagne vorbereitet. Doch die Amerikaner kaufter nicht nur "Mavericks": In der zweiter Aprilwoche verkaufte Ford insgesamt 53 080 Autos–27 Prozent mehr als in de entsprechenden Woche des Vorjahres. Forc hat den Erfolg bitter nötig. Im erster Vierteljahr 1969 waren die Ford-Umsätze 7,7 Prozent unter das Niveau des Vorjahres gesunken. of