Sehr sehenswert:

"Zwei Freundinnen", von Claude Chabrol. Eine tragische Farce – auf solche Mischungen versteht sich Chabrol. Eine Dreiecksgeschichte in elegantestem Pariser und Riviera-Milieu. Die schöne Jägerin Frédérique fängt sich auf dem Pont des Arts die Pflastermalerin Why ein und entführt sie nach St. Tropez; dann läßt sie sie fallen, um sich einem faden Schönling zu widmen, der sich die Avancen beider Frauen eitel gefallen läßt; das Malmädchen, das mit ihrer Liebe zu beiden, der Geschlechtsgenossin und dem Mann, ernst machen will und von beiden verletzt wird, wird darüber zur Mörderin. Chabrol macht daraus ein betörendes Verwirrspiel mit Zeichen und Formeln. Die Parodie ist der Schatten, der alles und jeden begleitet; nichts ist verläßlich mit sich selbst identisch.

"Week-End", von Jean-Luc Godard. "Geraubte Küsse", von François Truffaut. "Paris gehört uns", von Jacques Rivette. "Chronik der Anna Magdalena Bach" und "Der Bräutigam, die Komödiantin und der Zuhälter", von Jean-Marie Straub. "Gertrud", von Carl Th. Dreyer. "Schande", von Ingmar Bergman. "Falstaff", von Orson Welles. "I a Man", "Bike Boy" und "The Nude Restaurant", von Andy Warhol. "The Thin Man – Der Unauffindbare", von W. S. VanDyke.

Im Fernsehen: "She Done Hirn Wrong" (1933), von Lowell Sherman; "Belle of the Nineties" (1934), von Leo McCarey; "My Little Chikadee" (1940), von Edward F. Kline. Drei Filme mit Mae West. Sie war um 1933, mit über vierzig, Amerikas Sexidol Nummer eins, der Inbegriff weiblicher Libertinage – wie die Hearst-Presse schrieb: "Ein Monstrum an Begehrlichkeit." Salvador Dali hat sie porträtiert als eine von den wallenden Vorhängen ihres blonden Haares umrahmte Bühne, die sich tief in den Raum erstreckt, an dessen Rückwand als Landschaftsgemälde ihre Augen hängen; ihre Lippen laden als schwellendes rotes Kanapee den Betrachter ein. Mae West verfaßte ihre Drehbücher selbst, und auch ihre Bonmots. Dieses etwa: "Nicht die Männer in meinem Leben zählen für mich, sondern das Leben in meinen Männern." Ein anderes rechtfertigte sie selbst in ihren langfließenden Jahrhundertwende-Kleidern (sie spielte immer eine "belle of the nineties") am besten: "Eine geschwungene Linie ist die hübscheste Verbindung zwischen zwei Punkten." Als Hollywood unter dem Eindruck ihres Erfolges mit der Zucht üppiger Blondinen begann, sagte sie: "Füllen können sie sie, aber sie können sie nicht bewegen." Ihre Zeit war der Ausgang der Depressionsjahre, dann stoppten Hearst-Presse und "Legion des Anstands" ihre Karriere. WDR III am 17., 24. und 31. Mal

Sehenswert:

"Michael Kohlhaas, der Rebell", von Volker Schlöndorff. "Teorema", von Pier Paolo Pasolini. "Mercenario, der Gefürchtete", von Sergio Corbucci. "Hundert Gewehre", von Tom Gries. "Der Partyschreck", von Blake Edwards. "Bullitt", von Peter Yates.

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