Auch im Geschäftsbericht für 1968 verzichtet Alldephi, Allgemeine Deutsche Philips Industrie GmbH, Hamburg, in der die deutschen Interessen des holländischen Philips-Konzerns zusammengefaßt sind, auf die Bekanntgabe exakter Umsatzziffern. Wie in den Vorjahren wird mit Indexzahlen gearbeitet, so daß die Öffentlichkeit weiterhin auf Schätzungen angewiesen ist. Wenn es im Bericht heißt, daß der konsolidierte Netto-Umsatz um neun Prozent gestiegen ist, wird man davon ausgehen müssen, daß er bei 1,75 Milliarden Mark gelegen haben muß.

Wenn Philips darauf verzichtet, einen exakten Einblick in das deutsche Geschäft zu geben, so hat die Geschäftsleitung dafür eine plausible Begründung. Sie kann nämlich darauf verweisen, daß auch AEG und Siemens keine Umsätze nach Ländern geordnet veröffentlichen. Es hat schon viel Uberwindung gekostet, daß der Philips-Konzern für 1968 eine Aufteilung seines Geschäftes nach Produktgruppen bekanntgegeben hat.

Der Zeitpunkt ist – allerdings abzusehen, andem auch Alldephi einen besseren Einblii in ihre Aktivität in der Bundesrepublik geben muß, nämlich dann, wenn sämtliche Großunternehmen publizitätspflichtig sein werden. Wo das schon der Fall ist (in einigen europäischen Ländern), ist die Umsatzhöhe auch nicht mehr zu verschweigen.

Erstaunlich, daß der Umsatzanstieg um neun Prozent hinter dem Umsatzwachstum (plus zwölf Prozent) des Gesamtkonzerns zurückgeblieben ist. Daß er schwächer war als bei AEG und Siemens, braucht dagegen nicht zu wundern. AEG und Siemens profitierten vom Exportboom, was bei Alldephi als Glied eines weltumspannenden Konzerns natürlich in weit geringerem Maße der Fall sein konnte. Immerhin hat die Umsatzsteigerung ausgereicht, einen von 54,3 auf 63,6 Millionen Mark gestiegenen Gewinn zu erwirtschaften, eine Folge der besseren Kapazitätsauslastung, der verstärkten Rationalisierung und ausgebliebener Preisrückgänge. K. W.