Wer ein Haus bauen oder eine Eigentumswohnung kaufen will, braucht normalerweise Hypotheken. Gleichgültig, ob es sich dabei um erststellig oder nachrangig ins Grundbuch eingetragene Kredite handelt: meistens sind es sogenannte Tilgungshypotheken, für die außer dem jährlichen Zinssatz auch eine jährliche Tilgungsrate vereinbart wird.

Die ZEIT bringt heute eine Aufstellung über die monatlichen Kosten solcher Tilgungshypotheken und über die Dauer der Zahlungen. Die Stellen, hinter dem Komma wurden aufgerundet. Die monatlichen Zahlungen beziehen sich auf eine Tausend-Mark-Hypothek. Will man die Kosten für eine Hypothek von – zum Beispiel – 40 000 Mark errechnen, so muß der aus der Tabelle entnommene Betrag mit vierzig multipliziert werden.

Wer eine Hypothek aufnimmt, hat aber weitere Kosten zu tragen. Die vereinbarte Summe wird nämlich meist mit einem Disagio ausgezählt, das heißt, man bekommt weniger Geld als im Grundbuch eingetragen wird. Je niedriger das "Abgeld", desto höher ist im allgemeinen der Zinssatz. Bei Hypothekenbanken hängt die Höhe des Disagios von den jeweiligen Pfandbriefkursen ab, die diesen Banken zur Refinanzierung dienen. Die Sparkassen, deren Geld aus den Spareinlagen stammt, zahlen ihre Hypotheken durchweg zu einem etwas höheren Prozentsatz aus. Sie vereinbaren jedoch eine Zins-Gleitklaüsel, während die Hypotheken der Spezialbanken feste Zinssätze für die gesamte Laufzeit bieten.

Weitere Kosten sind die von den Kreditinstituten berechneten Bearbeitungsgebühren (Mindesthöhe: 20 Mark), In ihnen ist der Preis für das vorgeschriebene Gutachten über den Wert des finanzierten Objekts meist enthalten. Darüber hinaus fallen Kosten für die notarielle Beurkundung oder Beglaubigung des Hypothekenvertrags an. Eine Beurkundung ist viermal so teuer wie eine einfache Beglaubigung.

Der Hypothekennehmer muß außerdem von einem bestimmten Zeitpunkt an (meist sechs bis acht Wochen nach der Hypothekenzusage) mit sogenannten Bereitstellungszinsen rechnen. Sie liegen zur Zeit bei rund 2,5 Prozent im Jahr.

Außerdem entstehen beim zuständigen Amtsgericht Kosten, und zwar für die Grundbucheintragung. Zu raten ist, darüber hinaus eine, Schreibgebühr von wenigen Mark für die Übersendung eines Grundbuchauszugs nicht zu scheuen.

Monatliche Zahlung je Tausend-Mark-Hypothek in Mark