Wie dem auch sei, Sieger und Verlierer in diesem Gerichtsverfahren haben einen gemeinsamen Erfolg erzielt: Die vom Publikum ersehnte Kontroverse ist da, das Buch verkauft sich gut. Mit Recht, könnte man sagen, denn die Zeitgeschichtler, von denen man nicht in den Schlagzeilen oder in der Gerichtschronik liest, vertiefen unser Wissen über die Vergangenheit auch nicht.

Zum Glück aber gibt es auch eine ernste, eine wissenschaftliche zeitgeschichtliche Forschung, die nicht viel von Sensation und Photogenität hält. Aber von derartigen Leistungen schweigt der Feuilletonist, denn auch er ist Kind seiner Zeit.