Salamander: Bonus gestrichen

Die Salamander AG in Kornwestheim, mit einem Konzernumsatz von einer halben Milliarde Mark Europas größter Schuhhersteller, unterbricht für 1968 ihre dreijährige Praxis, zu 12 Prozent Standarddividende auf 60 Millionen Mark Grundkapital noch einen Bonus zuzulegen. Dem Unternehmen liegt allerdings nicht viel am Börsenimage, denn die Kapitalmehrheit ist in Familienbesitz. Salamander blieb mit einem Produktionsplus von 3,2 Prozent auf 13,5 Millionen Paar Schuhe weit hinter der Branchenentwicklung (plus 14,1 Prozent) zurück.

Casella: Interzonenhandel zurückgegangen

Die Casella Farbwerke konnten die 1967 im innerdeutschen Handel erzielte Umsatzausweitung im Geschäftsjahr 1968 nicht halten, da sich in der DDR deutlich die Tendenz bemerkbar machte, Lieferquellen in Ostblockländern vorzuziehen. Der allgemeine Konjunkturaufschwung in der Bundesrepublik machte sich in einer Steigerung der Inlandsumsätze um 10,3 Prozent bemerkbar. Der Gesamtumsatz erhöhte sich um 7,4 Prozent auf 134,4 Millionen Mark. 19 Prozent Dividende wollen die Casella Farbwerke in diesem Jahr auf das Aktienkapital von 34,1 Millionen Mark zahlen, an dem die drei IG-Farben-Nachfolger mit jeweils 25,1 Prozent beteiligt sind,