Billigkeit und eine bescheidene Schnelligkeit sind auch heute noch Argumente für die Benutzung des Fahrrads oder Mopeds. Auf dem Lande geht’s oft nicht anders. Aber im Zentrum der Großstadt? Die Verbindungen mit öffentliche Verkehrsmitteln sind nirgendwo besser als hier.

Radfahrende Schüler sind ebenso vermeiden Wo immer ungünstige Verkehrsverbindungen bestehen, sollten Schulbuslinien eingerichtet werden. Denn dies sind die überflüssigsten Verkehrsopfer: Jeder fünfte auf unseren Straßen getötete Radfahrer ist noch keine 15 Jahre alt.

Auch bei den Mopeds stehen schon längst nicht mehr unabweisbare Verkehrsbedürfnisse als Nutzungsmotiv im Vordergrund. Man muß nicht gleich an Rockerbanden denken. Wer aber wollte bestreiten, daß die knatternden, alle Phon-Grenzen negierenden Feuerstühle ein Statussymbol junger Leute sind? Und hier kumulieren sich denn auch nahezu alle Unfallkomponenten: Unerfahrenheit, Aggressivität und ein schutzloses Verkehrsmittel.

Die Zweiradindustrie hat einen rühmlichen Werbefeldzug begonnen. Sie propagiert das Fahrrad mit und ohne Motor zum Aufklappen für die Familienausfahrt ins Grüne. Man sollte ihr das beste Geschäft hierzu wünschen. Denn das Fahrrad im Kofferraum und die Radtour im Wald wären in der Tat das Ei des Kolumbus.