Heinrich Ignaz Franz Biber: "Sonata St. Polycarpi, Laetatus, Dreikönigskantate, Requiem"; Equiluz, v. Egmond, Villisech, Wiener Sängerknaben, Concentus Musicus, Wien, Leitung: Hans Gillesberger; Teldec SAWT 9537-A, 25,– DM

Die Vokalwerke des österreichisschen Komponisten und Geigenvirtuosen Biber enthalten – trotz sparsamer Mittel – die ganze Farbenpracht der frühen Barockzeit. Zu einer lohnenden Entdeckung werden die Stücke allerdings erst durch eine so großartige Wiedergabe wie die vorliegende.

Maurice Ravel: "L’Oeüvre pour Piano"; Monique Haas; Electrola-Erato STU 70 435-37, 25,– DM

"Cinq Mélodies populaires grecques, Epigrammes de Clement Marot, Histoires Naturelles, Chansons madécasses, Deux Mélodies Hébraiques, Don Quichotte à Dulcinée"; Souzay, Baldwin, Larrieu, Degenne; Philips 839 733 LY, 25,– DM

In Ravels Klavierstücken und Liederzyklen rücken – im Gegensatz zu den oft überhitzten Orchesterwerken – die Konturen und Formen schärfer in den Vordergrund. Von der schillernden Vielseitigkeit des Komponisten und seiner Neigung zum Experiment wissen die Künstler, die seine Werke auf diesen Platten vorbildlich realisierten.

Gabriel Fauré: "Requiem" und "Pavane"; Case, King’s College Choir, Cambridge, New Philharmonia Orchestra London, Leitung: David Willcocks; Electrola ASD 2358, 25,– DM Dieses Requiem aus dem Jahr 1887 kommt ohne die Schrecken des Jüngsten Gerichts aus. Faure hat das "Dies irae" nicht vertont – er sucht vielmehr Trost und Hoffnung darzustellen. Er verwendet dafür die alten gregorianischen Melodien und vertieft sie durch tonale Beziehungen in der Orchesterbegleitung.

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