John S. Andrews, langjähriger Generaldirektor von Ford, Köln, tritt zum 31. Mai dieses Jahres von seinem Posten als Vorsitzer und Präsident von Ford-Europe zurück. Der 65jährige Andrews, der diese Positionen seit 1967 innehatte, begründet seinen Schritt mit ernsten gesundheitlichen Störungen. Henry Ford II hat sein Ersuchen inzwischen "mit aufrichtigem Bedauern und besten Wünschen für seine Genesung" angenommen. Andrew verabschiedet sich mit einem Erfolg: Er führte den "Capri" in Europa ein. Nachfolger des langen Kaliforniers werden gleich zwei Leute. Stanley S. Gillen, bisher Vizepräsident von Ford-Europe, wird Vorsitzer, während Paul F. Lorenz, Vizepräsident der Ford-Zentrale in Dearborn, zum Präsidenten von Ford-Europe bestellt wurde.

Dr. Walter Cipa, als Vorstandsmitglied der Gelsenkirchener Bergwerks-AG (GBAG) zuständig für den Mineralölbereich, soll Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft werden. Er ist 40 Jahre alt und dürfte, wenn er den im August aus Altersgründen ausscheidenden Vorstandsvorsitzenden Dr. Friedrich Funcke ablöst, der jüngste Chef eines Unternehmens dieser Größenordnung sein. Cipa, der zu Beginn seiner Karriere 6 Jahre bei der DEA war, kam 1961 zur GBAG und wurde 4 Jahre später Vorstandsmitglied. Der Aufbau der eigenen Rohölbasis der GBAG in Libyen gehörte zu seinem Verantwortungsbereich. Cipa gilt als sehr zäher Verhandlungspartner. Neben einem abgeschlossenem Studium der Geologie hat er auch einige Semester Volkswirtschaft belegt, was ihm in seiner neuen Aufgabe zugute kommen dürfte.

Hermann Höcherl, Bundesernährungsminister, will die künstliche Besamung von Bienen unterstützen. Von einem Institut in Oberursel/Taunus ist eine Methode zu rationellerer Bienen-Befruchtung entwickelt worden, die Schluß machen soll mit der "unkontrollierten Paarung beim Hochzeitsflug." Bienenfreund Höcherl will mit Staatsmitteln bei der Nutzung dieses Verfahrens behilflich sein.