Mit "unbewaffneter Liebe" wollte Pastor Martin Luther King das Unrecht bezwingen, das den Farbigen in Amerika und in der übrigen Welt tagtäglich zugefügt wird. Ein Jahr nach seiner Ermordung haben einige seiner Glaubensbrüder das Konzept des gewaltfreien, zivilen Ungehorsams weit hinter sich gelassen. Eine Studienkommission des Weltkirchenrats empfahl soeben den nicht-römischen Kirchen, im Kampf gegen den Rassismus Widerstandsbewegungen, Partisanengruppen und Revolutionäre aktiv zu unterstützen und notfalls Gewalt nicht zu scheuen.

Jene Zeiten sind vorbei, da sich missionarischer Hochmut mit der Arroganz der weißen Rasse paarte. Heute werden sich viele Amerikaner voller heilsamen Erschreckens des Wortes Thomas Jeffersons erinnern: "Ich zittere um mein Land, wenn ich darüber nachdenke, daß Gott gerecht ist. K. H. J.