Gemahl der englischen Königin

zu einem studentischen Zwischenrufer

Parteirekorde

Die Mitgliederzahl der tschechoslowakischen KP erreichte jetzt ihren absoluten Tiefstand seit 1961. Wie die kommunistische Wochenzeitung Zivot Strany berichtet, beträgt die Parteistärke nur noch 1,65 Millionen. Allein von Januar bis März verließen rund 12 000 Tschechoslowaken die Partei. Sie wurden entweder relegiert oder traten freiwillig aus. Einen derartigen Exodus kannte die KPC seit 1955 nicht mehr. Im gleichen Zeitraum sank der Mitgliederzuwachs mit 4035 auf die niedrigste Quartalsquote seit 1952. Der Vorsitzende der Parteikontrollkommission, Milos Jakes, führt dies auf die "Beschmutzung des eigenen Nestes" zurück.

Unerwünschte Wahlhilfe

Der trotzkistische Linksaußen-Kandidat bei den französischen Präsidentschaftswahlen, Krivine, einer der Führer bei den Mai-Unruhen des vergangenen Jahres, ist über seinen Kompagnon aus besseren Revolutionstagen, Cohn-Bendit, nicht gerade begeistert. Eine telephonische Kandidatenbefragung über Radio "Europe I" benutzte der Rote Dany, um Krivine auf den anarchistischen Zahn zu fühlen: Krivine beteuerte, er wolle nicht zum "Mai-Kandidaten" gestempelt werden, und lehnte es auch für den Fall eines trotzkistischen Sieges ab, Cohn-Bendit zum Premierminister zu ernennen. Cohn-Bendit hält jedoch sein Angebot aufrecht.

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