In ihrer jüngsten Ausgabe fordert die sowjetische Jugendzeitung Komsomolskaja Prawda ein besseres staatliches Erziehungsprogramm als bisher. Bemängelt wird von der Zeitschrift auch das schlechte Vorbild der Erwachsenen. Grund dafür ist die hohe Zahl jugendlicher Kriminaldelikte in der Sowjetunion. Eine Befragung ergab, daß die meisten der straffällig gewordenen Kinder sich ihre dürftigen Rechtskenntnisse aus Kriminalromanen und Dostojewskis Schuld und Sühne zusammenlesen. Komsomolskaja Prawda schließt mit einem dringenden Appell an die sowjetischen Familien. Die Eltern, so meint das Blatt, sollten weniger Karten spielen und nicht so viel auf dem Sofa herumliegen.

Beamtenbataille

Statt wie üblich ihre Büro-Siesta zu pflegen, traten in Rom mehrere hundert Beamte in einen wilden Streik. Sie stürmten das Gebäude des Finanzministeriums, verriegelten die Türen und hängten ein Schild vor das Haus: "Das Ministerium ist besetzt." Danach zerschnitten die tatenlustigen Beamten die Reifen der im Hof parkenden Fahrzeuge und krönten ihre befreiende Tat mit einem wilden Hupkonzert. Viele Römer behaupten nun, sie hätten ihre Beamten noch nie so fleißig gesehen.

Ende des Wettrüstens

Die Regierung von Andorra strich aus Ersparnisgründen sämtliche Militärausgaben im nächsten Staatshaushalt. Auch den generösen Scheck der amerikanischen Lokalzeitung Pittstown Mercury, der die Haushaltslücke decken sollte, sandten die Andorraner dankend zurück. Lawrence Douglin, republikanischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus: "Ein erfrischender Schritt zur Beendigung des Wettrüstens." Die gestrichenen Etatmittel betrugen umgerechnet 20 Mark und wurden bisher für die Beschaffung von Salutmunition verwendet.