Ein ganz ähnlich aussehendes Gebilde konstruiert die Firma Armco-Thyssen aus Wellblechelementen. Druckresistenz: ebenfalls 0,3 atü. Eine Druckresistenz bis zu 9 atü sollen die Stahlelemente des Röhrenbunkers der Firma Becorit Grubenausbau GmbH, Recklinghausen, gewährleisten.

Der einzige Stahlbunker, der schon im Werk zusammengeschweißt wird, kommt von der Firma Stefan Nau in Dettenhausen bei Tübingen. Die Nau-Röhre sieht aus wie ein riesiger Heizöltank und wurde auch tatsächlich aus solchen Tanks entwickelt. Auch der Nau-Bunker ist bis zu 9 atü druckresistent lieferbar. Die Normalausführung hält allerdings nur 0,3 atü aus. Der Nau-Bunker ist der komfortabelste- und teuerste aller ausgestellten Bunker.

Vom 1. Juli dieses Jahres an gibt es nun die seit einem halben Jahrzehnt von der Branche ersehnte offizielle "Verkaufshilfe". Dann treten nämlich die "Richtlinien für die Gewährung von Zuschüssep des Bundes, bei der Errichtung von Hausshutzräumen für Wohnungen" in Kraft. Jeder Bauherr, der einen Keller seines Hauses, als Schutzraum ausbauen will, kann dann einen Zuschuß kassieren in Höhe von

  • 220 Mark pro Schutzplatz für Räume mit einem Fassungsvermögen bis zu 16 Personen;
  • 200 Mark pro Schutzplatz für Räume mit einem Fassungsvermögen von 12 bis 49 Personen;
  • 180 Mark für jeden Schutzplatz, der über ein Fassungsvermögen von 49 Personen hinausgeht.

Außerdem soll eine zehnprozentige Abschreibung, die zehn Jahre lang in Anspruch genommen werden darf, die Kosten tragen helfen.

Gefördert werden nach diesem Gesetz freilich nur Neubauten. Aus dem Bundeswohnungsbauministerium verlautet jedoch, daß diese Einschränkung in nächster Zeit möglicherweise modifiziert werden könnte.

Ursprünglich war beabsichtigt worden, nur solche Schutzräume zu fördern, die für "verstärkten Schutz" sorgen, die also einer Druckwelle von drei atü standhalten Heute verlangt man – aus Kostengründen – nur noch den "Grundschutz". Er schützt nicht vor der bei einer Bombenexplosion entstehenden Druckwelle, wohl aber vor herabfallenden Trümmern, vor dem Eindringen chemischer und biologischer Kampfstoffe und vor dem sogenannten "fall out", dem radioaktiven Niederschlag.