Die drei Deutschen Teske, Harald Prochaska und Ludwig Bock, die zusammen mit 15 Technikern des italienischen Erdölkonzerns ENI in Biafra zum Tode verurteilt und nach einer weltweiten Welle des Protests wieder freigelassen wurden, sind am Montag in die Bundesrepublik zurückgekehrt.

Bei ihrer Zwischenlandung in Rom waren sie vom italienischen Staatspräsidenten Saragat begrüßt und später auch von Papst Paul VI. empfangen worden. Beide hatten sich besonders um die Freilassung der 18 Männer bemüht.

Für die ziemlich formlose Verurteilung der 18 Europäer wegen angeblicher Kollaboration mit der Zentralregierung, hat das Regime Ojukwus negative Publicity geerntet. Bei Wochenbeginn mußte das notleidende Ibo-Land einen noch schwereren Rückschlag einstecken: Nach dem Abschuß einer DC-7-Transportmaschine des Internationalen Roten Kreuzes durch nigerianische MIG-Jäger wurden die IRK-Hilfsflüge eingestellt.