Rückwirkend ab 1. Januar dieses Jahres gibt es eine einmalige staatliche Prämie für Verpächter von Grundeigentum. Pro Hektar verpachteten, landwirtschaftlich zu nutzenden Bodens werden fünfhundert Mark gezahlt. Verpachtet werden muß das Grundstück allerdings für mindestens zwölf Jahre.

Finanzwegweiser

"Und woher das Geld zum Bauen – Kaufen?" Das ist der Titel eines jetzt in 61. Auflage erschienenen Buches von Fritz Wübbenhorst (Selbstverlag, 29 Oldenburg, Gaststraße 18). Es gibt Finanzierungstips zu sehr vielen Baufragen und erklärt wichtige Gesetze und Verordnungen. Das Werk enthält ein übersichtliches Stichwortverzeichnis und erläutert zahlreiche Fachausdrücke. Es hat 456 Seiten und kostet 22,15 Mark.

Wohngeld für Stipendiaten?

Bundeswohnungsbauminister Lauritzen hat die jeweils zuständigen Länderminister beauftragt, festzustellen, ob die Vorschriften für die Zahlung von Wohngeld flexibler als bisher ausgelegt werden können. So soll, zum Beispiel, geprüft werden, ob auch junge Leute, die über ein Voll-Stipendium verfügen, Wohngeld bekommen können. Diese "Kinder" seien ja – so meint Lauritzen – nicht mehr finanziell, an den Haushalt der Eltern gebunden.

Geld für Schutzräume

Seit dem 1. Juli dieses Jahres gibt es Bundeszuschüsse für den Einbau von Schutzräumen (siehe DIE ZEIT Nummer 23 vom 6. Juni 1969). Sofern ein bestimmter "Grundschutz" gewährleistet ist, kann im günstigsten Fall – so errechnete es ein Fachmann – der Bau eines Schutzraumes zu hundert Prozent vom Staat finanziert werden. Dieser "günstige Fall" setzt folgendes voraus: Der Schutzraum liegt im ohnehin zu bauenden Keller eines Neubaus; der Ausbau zum Schutzkeller wird von vornherein eingeplant; der Schutzraum faßt 25 Personen. Wenn alle diese Punkte erfüllt sind, soll der Schutzraumbau etwa 10 000 Mark kosten. Davon gibt es 5000 Mark beim Baubeginn bar auf die Hand. Die andere Hälfte der Kosten wird dann über Hypotheken finanziert, deren Lasten in etwa durch die zehnjährige Sonderabschreibung aufgewogen werden.