Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) möchte sich mit dem Hamburger Taxigewerbe verbünden. In diesen Tagen werden sich HVV-Direktoren und der Vorstand des Taxenverbandes zu Verhandlungen an einen Tisch setzen. Es geht darum, eine Methode zu finden, die es möglich machen soll, daß Monatskarten der HVV-Bahnen und -Busse auch für Taxen gelten.

HVV-Direktor Dr. Fritz Pampel stellt sich das Verfahren etwa so vor: Der Käufer einer Monatskarte kauft für – zum Beispiel – zwanzig Mark eine Zusatzkarte. Sie enthält Abschnitte über Beträge zu je einer, zwei oder drei Mark, im Wert von zusammen dreißig Mark.

Der Taxi-Chauffeur wird nicht mit Bargeld, sondern mit den Abschnitten bezahlt. Für zwanzig Mark könnte der Fahrgast also Taxi-Fahrten im Wert von dreißig Mark unternehmen.

Die Differenz müßten sich – nach einem bestimmten Abrechnungsverfahren – HVV und Taxiunternehmer teilen.

Schon vor Jahresfrist hatte es Verhandlungen gegeben, die in eine ähnliche Richtung zielten. Damals hatte die HVV-Spitze die Idee, nachts bestimmte Buslinien stillzulegen und diese Strecken dann von Taxen übernehmen zu lassen. Die Pläne scheiterten.

Diesmal denkt man beim HVV an Fahrgäste, die bis zur nächsten Bus- oder Bahnhaltestelle verhältnismäßig weit laufen müssen und die sich diesen Anmarschweg mit dem Taxi gelegentlich ersparen wollen. „Das wäre zum Beispiel dann der Fall“, sagt Pampel, „wenn Madame und Monsieur in Abendkleidung die Oper besuchen wollen.“

Wie man „Mißbräuche“ der Taxipreisvergünstigungen vermeiden soll, weiß man noch nicht. „Wir streben es an“, sagt Pampel, „die ganze Sache erst einmal in einem Testgebiet auszuprobieren.“ izh