Otto Schedl, bayerischer Wirtschaftsminister, ist auf der Suche nach billiger Energie für die Wirtschaft seines Landes. Nachdem ihm die holländischen Angebote zu teuer waren, hat er nun mit den Russen einen Erdgas-Liefervertrag abgeschlossen. Der Preis soll zwischen vier und fünf Pfennig pro Kubikmeter liegen. Auf einem Bein steht man aber auch in Bayern nicht gern. Während der Erdgasverhandlungen mit den Sowjets, empfing Schedl den libyschen Ölminister Khalifa Musa. Thema: Erdgaslieferungen aus Libyen. Alain Delon reiste nach London, um sein Geld wirklich sicher anzulegen. Bei Sotheby’s erwarb der französische Filmstar („Der eiskalte Engel“) ein Kunstwerk, das seinen Vorstellungen von wertbeständiger Kunst entspricht. Er wählte die Dürer-Zeichnung eines Hirschkäfers – er zahlte 139 200 Dollar. In der Kategorie Zeichnungen und umgerechnet auf den Quadratzentimeter Bildfläche stellte Delon damit einen Kunst-Weltrekord auf. Die Größe des Bildes: 14 mal 11,4 Zentimeter.

Gerhard Frühe war bisher „nur“ Personaldirektor bei der Deutschen Lufthansa, jetzt wurde er zum Vorstand für das Personalwesen des deutschen Luftfahrtunternehmens gemacht. Frühe entspricht nicht ganz den ursprünglichen Forderungen des Lufthansabetriebsrates Man wollte den Posten eigentlich mit Lufthansa-Aufsichtsrat Kugoth (DIE ZEIT Nr. 11/1969), einem Mann aus der Gewerkschaft ÖTV, besetzen.

Cyrus R. Vance, ehemaliger Staatssekretär im amerikanischen Verteidigungsministerium und amerikanischer Unterhändler bei den Friedensgesprächen mit den Nordvietnamesen in Paris, hat seine politische Laufbahn wohl endgültig aufgegeben. Statt Politik zu machen, wird Vance in Zukunft im Management des amerikanischen Computer-Konzerns IBM eine gewichtige Rolle spielen. Als erfahrener Jurist und „Mann mit Beziehungen“ wird Vance sicher gute Dienste leisten – IBM droht eine Reihe von Anti-Trust-Prozessen.