In der „Deutschen Universitätszeitung“ sinnierte kürzlich Professor Gerd Rose, Betriebswirtschaftler an der Kölner Universität, über den „vielgerühmten Freiheitsbereich des Hochschullehrers“. Dabei ging er aus von der Einteilung seines persönlichen Zeithaushaltes, über den er zwei Jahre lang Buch geführt hatte.

Gewissenhaft notierte er die Stunden, die er privat verbrauchte (vom Schlafen bis zum Spazierengehen) und schied sie von den 5833 Stunden (ein Drittel der Gesamtzeit), die ihm Amt und Beruf abforderten: Vorlesungen, Übungen, Seminare, Kolloquien, Prüfungen, Forschung, wissenschaftliche Gutachten, Verwaltung des Seminars, Fakultätssitzungen und die Wegezeiten zwischen Wohnung und „Berufseinsatzplätzen“. Das Ergebnis eines Arbeitstages stellt sich bei Rose im Durchschnitt wie folgt dar:

Lehrveranstaltungen inklusive Vorbereitung

3 Stunden 17 Minuten

Prüfungen 1 Stunde 23 Minuten

Forschung und Fachliteraturstudium

3 Stunden 31 Minuten