Das Geschäft auf dem deutschen Aktienmarkt erhält nur noch seine Würze durch einige Sonderbewegungen. Das Gros der marktgängigen Standardaktien bucht unter Schwankungen kleine Kursverluste. Es fehlen die Anlagekäufe potenter Gruppen. Ob das anders wird, wenn die Phase großer Kapitalerhöhungen in diesem Monat abgeschlossen wird, ist nicht sicher.

Der risikofreudige Teil des deutschen Publikums ist weiterhin bereit, den Kaufempfehlungen der verschiedenen Börseninformationsdienste zu folgen. Aber ihre Tips wirken nur noch für kurze Zeit, solange es lediglich um künftige Gewinn- und Dividendensteigerungen geht. Anders steht es dagegen mit Hinweisen auf mögliche Abfindungen durch Interessenten. Obwohl auf der Hauptversammlung der Salzdetfurth AG alle Kombinationen im Zusammenhang mit dem Anstieg des Salzdetfurth-Kurses als "reine Spekulation von Horoskopblättern des Kapitalmarktes" bezeichnet wurden, hält sich in den Börsensälen das Gerücht über eine mögliche Abfindung zu einem Kurs, der über der gegenwärtigen Börsennotiz liegt.

Bei BMW ist weiterhin von einem Abfindungspreis von 1000 die Rede. Diese Version sorgte dafür, daß sich die BMW-Aktie relativ rasch von ihrem Rückschlag wieder erholte und weiterhin auf Basis des Jahreshöchstkurses gehandelt wird.

K. W.