Bleibt, auf den dritten Punkt zu hoffen, die Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit. In Berlin sprach Benda noch nicht von einem Plan, dessen Möglichkeiten zur Zeit vom Innenministerium geprüft werden: Ein noch unbekanntes Programm von Filmen, die mit öffentlichen Mitteln gefördert wurden, bis jetzt aber ohne Verleiher geblieben sind und daher noch nicht öffentlich liefen, soll im Herbst vierzehn Tage bis drei Wochen lang in mehreren nach repräsentativen Gründen ausgewählten Städten der Bundesrepublik vorgeführt werden. Man will mit dem Unternehmen testen, ob diese Filme ein Publikum finden, ob also der deutsche Kinobesucher wirklich nur "Helga" und Kolle und alberne Pauker-Streifen zu sehen wünscht; der geheime Druck auf die zu einseitig und vordergründig auf Gewinn zielenden Verleihe ist evident.

Ein Bundesministerium als privates Filmunternehmen mit didaktischen und künstlerischen Ambitionen – darin tut sich ein schlechtes Gewissen über das unselige FFG kund. Noch sind unzählige Rechtsfragen mit der Filmwirtschaft zu klären und widerstrebende Interessen der Produzenten, Verleihe und Filmtheater-Besitzer zu berücksichtigen. Aber es wäre gut, wenn sich die Vorstellungen des Ministeriums verwirklichen ließen – in diesem Fall.