Hillard Elkins, Jacques Levy und Kenneth Tynan haben einen Broadway-Rekord gebrochen. Ein Gala-Platz in der ersten Reihe für eine Vorstellung ihres Musicals „Oh Calcutta“ kostet 100 Mark – so teuer war noch keine Broadway-Aufführung, „Oh Calcutta“ gilt gleichzeitig als die „nackteste Show“, die jemals öffentlich aufgeführt wurde.

Peter Valyi, Finanzminister in Ungarn, übte ungewohnt offene Kritik am Comecon, der Wirtschaftsgemeinschaft der Ostblockstaaten. Die Spielregeln der Zusammenarbeit im Comecon seien einfach überholt, und das System leiste nichts. Valyis Vorstellungen von der wirtschaftlichen Zukunft des Comecon gipfeln in der Forderung nach frei konvertierbaren Währungen in allen Staaten. Das Währungsystem des Ostens sollte im Endstadium mit dem westlichen System verbunden werden.

Ludwig Poullain, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, sieht für Deutschlands „Zwergsparkassen“ keine Chance in der Zukunft. Das gegenwärtige Sparkassen-Girosystem wird nach Poullain in einigen Jahren „schrottreif“ sein, wenn Sparkassen und Girozentralen nicht enger zusammenarbeiten. Nicht zuletzt fordert Poullain den weiteren Ausbau der Sparkassen zu Instituten, die auch alle Bankgeschäfte wahrnehmen.

Valéry Giscard d’Estaing, Frankreichs neuer Wirtschafts- und Finanzminister, will die französische Wirtschaft mit einer „Politik der Disziplin“ kurieren. Disziplin fordert er bei den Preisen, bei den Löhnen und von allen Franzosen, die ihr Geld im Ausland ausgeben wollen: Die Devisenzwangswirtschaft soll bestehen bleiben, bis der Franc wieder auf festen Füßen steht. Den Gewerkschaften behagt die Disziplin-Politik nicht. Eine der großen Gewerkschaften konterte d’Estaings Verkündung seiner politischen Richtlinien mit der Forderung nach einer Lohnerhöhung um 29 Prozent.