Drei 2,8-Liter-Autos stehen auf dem westeuropäischen Markt schon zur Auswahl: Mercedes 280 S, BMW 2800 und Opel Admiral. Fiat stellt den vierten vor: Fiat 130. Den Spitzen-Fiat. Das Werk nimmt – mehr als alle anderen – mit diesem Wagen bereits vorweg, was in einigen Jahren selbstverständlich sein wird: Sicherheit und Komfort beim Fahren vor Sportlichkeit.

Der Fiat 130 wird – serienmäßig! – mit einer Getriebeautomatik (Borg-Warner mit drei Fahrstufen) ausgestattet. Das gibt es sonst nur noch beim Mercedes 300 SEL mit 6,3-Liter-Motor. Alle vier Räder (Leichtmetallfelgen) sind einzeln aufgehängt. Auf alle vier Räder wirken selbstnachstellence, belüftete Scheibenbremsen, die über einen doppelten Bremskreis bedient werden. Die Lenkradsäule ist dreigeteilt, mit einem zusammenschiebbaren Mittelstück; sie entspricht damit den heutigen Sicherheitsanforderungen. Servolenkung wird serienmäßig eingebaut. – Innen: bequeme und gut geformte Sitze; die Vordersitze sind in der Längsrichtung und in der Höhe verstellbar; die hintere Sitzbank hat eine weit hinaufgezogene Lehne.

Das Auto – verbreitet Fiat – sei ein Auto für Italien, das bisher keinen repräsentativen (einheimischen) Wagen hatte. Das ist Koketterie. Der Fiat 130 wird auf der IAA in Frankfurt gezeigt werden, wird einiges Aufsehen erregen und – man kann gespannt sein, ob und wie er sich gegen die „Made-in-Germany“-Konkurrenz durchsetzen wird. HPL

Technische Daten: Fiat 130

Zylinder: sechs

Hubraum: 2800 ccm

PS: 140