Es ist nichts dagegen einzuwenden, daß unsere Werften Subventionen bekommen, solange andere Schiffbau-Länder wie Japan oder England ihren Werften mit öffentlichen Mitteln einen Wettbewerbsvorsprung zu verschaffen suchen.

Wir haben uns denn auch bereits daran gewöhnt, daß die Werften und die vier Küstenländer alle Jahre wieder eine „Aufstockung der Werfthilfe“ verlangen. Sie wurde ihnen bisher regelmäßig zugestanden.

Jetzt, sind es wieder einmal die Küstenländer, die über eine drohende „Beschäftigungslücke“ bei den Werften klagen – wenn nicht rechtzeitig Hilfe aus Bonn komme.

Diesmal sollte man die Schotten dicht machen. Denn niemandem dürfte entgangen sein, daß es dem deutschen Schiffbau besser denn je geht. Erst kürzlich wurde stolz vermeldet, daß sich der deutsche Schiffbau auf den zweiten Platz hinter Japan vorgearbeitet habe. Die Werften sind mit Aufträgen bis obenhin vollgestopft. Die Aufwertung der Mark, die nicht Stattgefunden hat, verschaffte den Werften zusätzlichen Auftrieb auf den Weltmärkten.

Klagelieder der Werften gehören zwar zur Tradition. Aber es soll Traditionen geben, die sich überlebt haben. hei