Die Anpassung des Sozialprestiges an die tatsächlichen Aufgaben und Leistungen und nicht an illusionäre und überholte Erwartungen wird automatisch zu einem Prestigeschwund führen, der sich schon in dem Rückgang der Bewerbungen qualifizierter Kräfte anzeigt. Daß die aufgaben- und leistungskonforme Abwertung des Sozialprestiges des Diplomaten kein "Rutsch ins Bodenlose" wird, dafür sorgen weiterhin jene entscheidenden Aufgaben der Diplomatie, die entsprechende Leistungen erzwingen.

Dieser Beitrag ist ein gekürzter Auszug aus dem Buch "Zukunft oder Vergangenheit der Diplomatie", das in den nächsten Wochen vom Verlag Luchterhand, Neuwied, herausgegeben wird.