Man sollte überhaupt nicht geistreich sein wollen; es genügt, Geist zu haben.

Carl Spitteler

Walter Gropius

Gesetzt den Fall, das Bauhaus wäre nicht 1919 von ihm gegründet worden – wie würden wir heute wohnen, wie sähen unsere Büros und unsere Städte aus, wer hätte die Kultur aus Stahl und Glas, Beton und Aluminium montiert? Würden wir auch dann so viel vom Funktionalismus sprechen? Am 18. Mai 1883 wurde Walter Gropius in Berlin geboren, seit 1934, als er nach London emigrierte, schwanken wir zwischen Faszination und Skepsis, sind wir ihm verfallen und verfeindet zugleich. Wir bewundern seine Konzeptionen und fürchten uns vor den Konsequenzen: Hinter den Fassaden Macht und Elend der Bewohner zu sehen, ist uns bis heute nicht selbstverständlich geworden. Am 7. Juni brachte man ihn in Boston ins Krankenhaus; eine Herzoperation am 25. Juni verlief nur scheinbar erfolgreich: Am 5. Juli starb Walter Gropius, 86 Jahre alt.

Elmar darf springen

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat die Einschreibung des Schülers Elmar Eder vom Münchner Maximiliansgymnasium an der Universität München im Fach Mathematik "in Würdigung seiner außergewöhnlichen mathematischen Begabung" zugelassen. Elmar ist 13 Jahre alt und Sohn eines Physikers. Aus dem feierlichen Kanzleistil der ministeriellen Nachricht geht hervor, daß die Unterrichtsbeamten über ihre eigene Großzügigkeit mindestens ebenso erfreut sind wie über das Wunderkind Elmar. Sie gestatten ihm nämlich auch, einmal oder öfter eine Klasse zu überspringen, auch wenn Elmar nicht in allen Fächern überdurchschnittliche Leistungen aufweist.

Humor in Grenzen