ZEITSPIEGEL

"Wir denken lieber nicht an die Möglichkeit eines Todes auf dem Mond."

Neil Armstrong,

"Apollo 11"-Kommandant

"Besuche sind kein Ersatz für Diplomatie."

New York Times

zum geplanten Rumänienbesuch des

ZEITSPIEGEL

US-Präsidenten Nixon

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"Für Feinde dieser Gesellschaft und dieses Staates kann es keine Freiheit geben."

Gustav Husak,

tschechoslowakischer KP-Chef

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"Die Ewigkeit dauert noch etwas länger."

ZEITSPIEGEL

Conrad Ahlers,

stellv. Regierungssprecher,

zum Nichtaufwertungsbeschluß ‚auf ewig‘

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"Strauß will mir ja auf die Finger klopfen, aber da muß er warten, bis seine Hand wieder heil ist." Willy Brandt

zu den Differenzen zwischen

SPD und CSU

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"Die latente nationale Rechte kriecht jetzt unter der Decke hervor. Nicht nur die paar hirnverbrannten ‚Führer‘ bei der NPD, sondern auch solche Leute, die jetzt aus der FDP ausgetreten sind, und sehr viele, die aus der CDU noch nicht ausgetreten sind."

Philip Rosenthal,

SPD-Bundestagskandidat

in der "Welt der Arbeit"

"Es wird sich doch jeder Beamte hüten, Entscheidungen zu treffen, für die er nachher auch einstehen muß."

Dr. Oswald Peterlunger,

Generaldirektor für öffentliche Sicherheit

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in Österreich

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"Wer die Kirche ganz aus dem öffentlichen Leben raus haben will, kommt in Konflikt mit dem DGB: wegen der kirchlichen Feiertage." Gustav Heinemann

Bewährtes Rezept?

Droht eine Blockade des Roten Meeres durch ein vereinigtes arabisches Flottenkommando? Der Leitartikler der Kairoer Zeitung Al Ahram, Hassanein Heikal, ein enger Vertrauter Nassers, deutet es an. Er hält ein solches Kommando für unvermeidbar, sollte sich Israel weiterhin weigern, den vor zwei Jahren eroberten Stützpunkt Scharm-asch-Scheich, der die Meerenge zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Akaba beherrscht, aufzugeben. Eine arabische Blockade des israelischen Hafens Eilath im Golf von Akaba war Auslöser des Junikrieges von 1967.

Aufklärung

Die nordvietnamesische "Untersuchungskommission für die amerikanischen Kriegsverbrechen in Nordvietnam" hat einen Bericht über die amerikanischen Flüge über die Volksrepublik Nordvietnam veröffentlicht. Danach stiegen die Aufklärungsflüge im ersten Halbjahr 1969 von 453 im Januar auf über 830 im Juni. Nach dem Bericht haben die B-52-Bomber in den ersten sechs Monaten zweitausend Tonnen Bomben auf Nordvietnam abgeworfen.

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Modellcharakter

Den Bensberger Preis 1969 für internationale Zusammenarbeit in Höhe von 20 000 Mark erhielt ein Forschungsprojekt zur "Verbesserung der Gesundheits- und Ernährungssituation im Raum Bambuli/Tansania". Das Projekt konzentrierte sich auf Schulreihenuntersuchungen, Lebensmittelanalysen und auf die Änderung der Anbauverhältnisse in der Landwirtschaft. Beispielhaft für dieses Projekt, das vor fünf Jahren begonnen wurde, ist vor allem die Verbindung von angewandter Forschung und unmittelbar wirksamen Entwicklungsvorhaben.

Vorsicht Steinschlag

Der braune Berg in der politischen Landschaft der Bundesrepublik wird durch Erosionstätigkeit immer kleiner. Von anfänglich 40 000 Mitgliedern hat die NPD seit ihrer Gründung rund 10 000 Parteigenossen – also 25 Prozent – wieder verloren. Allein in Nordrhein-Westfalen liegt die Verlustrate bei fünfzig Prozent.

Staatsbürgerkunde

Im Februar 1968 waren auf Anordnung der Bundesanwaltschaft in einer schleswigholsteinischen Druckerei 62 000 Exemplare des KPD-Programms beschlagnahmt worden. Die Große Strafkammer des Landgerichts Flensburg wies jetzt den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Einziehung der Broschüren zurück. Das Gericht ging bei seiner Entscheidung von der neuen Fassung des politischen Strafrechts in Verbindung mit Artikel fünf des Grundgesetzes aus. Danach sei eine Propagandaschrift der verbotenen KPD, auch wenn sie teilweise verfassungswidrigen Inhalt hätte, nicht einzuziehen, wenn ihre Verbreitung der staatsbürgerlichen Aufklärung diene.

Exotisches

Als er noch Entwicklungsminister war, nannten ihn seine Freunde wegen seiner guten Verbindungen zu den arabischen Ländern "Ben Wisch". Als SPD-Bundesgeschäftsführer hat Hans-Jürgen Wischnewski sich jetzt um ein anderes Entwicklungsprojekt zu kümmern, nämlich um das Partei-Image. Seit er Orange als Symbolfarbe für eine dynamische Sozialdemokratie entdeckt hat, heißt er in der Bonner "Baracke" nur noch "Ben Wisch, der Orange-Utan im Wahlkampf-Dschungel".