Sehr sehenswert:

„Chronik der Anna Magdalena Bach“ und „Der Bräutigam, die Komödiantin und der Zuhälter“, von Jean-Marie Straub. „Week-End“, von Jean-Luc Godard. „Geraubte Küsse“, von François Truffaut. „Zwei Freundinnen“, von Claude Chabrol. „Paris gehört uns“, von Jacques Rivette. „Epido Re – Bett der Gewalt“, von Pier Paolo Pasolini. „Gertrud“, von Carl Th. Dreyer. „Schande“, von Ingmar Bergman. „Accident – Zwischenfall in Oxford“, von Joseph Losey. „Der Circus“, von Charles Chaplin.

Sehenswert:

„Detektive“, von Rudolf Thome. „Jagdszenen aus Niederbayern“, von Peter Fleischmann. „Mit der Faust in der Tasche“, von Marco Bellocchio. „Mercenario, der Gefürchtete“, von Sergio Corbucci. „Fräulein Doktor“, von Alberto Lattuada.

Im Fernsehen: „Die übliche Liebe“ (1963), von Francesco Rigueiro, WDR III am 18. Juli. „Der Tod eines Killers“ (1964), von Don Siegel, ARD am 19. Juli. „Das Verbrechen des Giovanni Episcopo“ (1947), von Alberto Lattuada, ZDF am 19. Juli. „Die Mutter“ (1952), von Mikio Naruse, WDR III am 19. Juli. „Die Regenschirme von Cherbourg“ (1963), von Jacques Demy, WDR III am 21. Juli.

Ärgerlich:

„Che!“, von Richard Fleischer, Die Kirche hat einen großen Magen, Hollywood auch. An Che Guevara hatte es etwas zu schlucken, aber dann hat es auch ihn geschafft. Der Trick, mit dem es ihn zum zweitenmal getötet hat, ist ziemlich subtil: Es stilisiert ihn so hoch empor, daß auf dieser Erde für ihn kein Platz mehr ist. Erst taugt ihm der tote Revolutionär dazu, den lebenden zu verkleinern: nicht Fidel, sondern Che, so erfährt man, war Herz und Kopf der kubanischen Revolution. In Castro läßt der Film dann die Realpolitik über Guevaras revolutionäre Aspirationen siegen: Gern erfährt der Bürger, daß auch die Suppe der Revolution nicht so heiß gegessen wie gekocht wird. Am Ende wird der Film-Guevara irre am eigenen Konzept und stirbt durch die Denunziation eines alten Hirten: „das Volk“, das aus diesem spricht, verurteilt Machthaber und Revolutionäre gleichermaßen, es will nichts als „in Frieden leben“. Mit Ches Asthma und Fidels erhobenem Zeigefinger haben Omar Sharif und Jack Palance sich sichtlich Mühe gegeben. Andere Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen wären zufällig.