Nachgeholter 7 b

Wer in den ersten drei Jahren nach dem Bau oder dem Kauf seines Einfamilienhauses die erhöhten Absetzungsmöglichkeiten des Paragraphen 7b des Einkommensteuergesetzes nicht voll ausnutzen konnte, darf die ihm „entgangenen“ Abschreibungen nachholen – allerdings nur im vierten Jahr. Wenn, zum Beispiel, jemand in den ersten drei Jahren nur soviel verdiente, daß er sinnvollerweise lediglich drei der erlaubten fünf Prozent des Hauspreises abschreiben konnte, darf er im vierten Jahr soviel absetzen, daß insgesamt – wie für die ersten Jahre vorgesehen – 20 Prozent zusammenkommen.

312 Mark für ein Haus

Bundestag und Bundesrat verabschiedeten Änderungen des Zweiten Vermögenbildungsgesetzes. Danach wird es Arbeitnehmern in allen Ländern der Bundesrepublik ermöglicht, jährlich 312 Mark lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei als „vermögenswirksame Leistungen“ auch für den Kauf, Bau oder die Erweiterung eines Hauses oder einer Eigentumswohnung zu verwenden, und zwar auch dann, wenn das Geld nicht auf dem Wege über einen Bausparvertrag eingesetzt wird. Außerdem werden die 312 Mark nicht mehr auf die prämien- oder steuerbegünstigten Höchstbeträge eines Spar- oder Bausparvertrages angerechnet.

Neuer Immobilien-Fonds

„DII M 44“ heißt der neue Fonds der in München ansässigen „Deutschen Immobilien-Investierungs-Aktiengesellschaft“. Wer Miteigentümer einer geplanten neunstöckigen Wohnanlage in München-Karlsfeld – 14 Kilometer von der Münchner City entfernt – werden möchte, kann für Beträge ab tausend Mark (plus drei Prozent Emissionskosten) Dll-Hausbesitz-Zertifikate erwerben. Das Unternehmen wirbt mit einer Gesamtrendite, die – je nach Steuerbelastung des Zeichners – zwischen 9,75 und 11,4 Prozent liegen soll. Das gesamte Projekt in München-Karlsfeld soll 5,2 Millionen Mark kosten. Zu zeichnen sind etwa 2,3 Millionen Mark.

Lärm-Vorhersage

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie hat eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die unter anderem das Ziel hat, ein Lärmprognose-Verfahren für Baustellen zu entwickeln. Vor Baubeginn soll mit Hilfe der „Wissenschaft von der Schallausbreitung“ aufgerechnet werden, wie stark die Nachbarschaft vom Baulärm gestört würde. Nach einer solchen Lärm-Vorhersage sollen dann von vornherein gezielte Maßnahmen zur Schalldämpfung ergriffen werden.