Die Bildung eines neuen Kabinetts, mit der Staatspräsident Saragat den christdemokratischen Ex-Premier Rumor vorige Woche betraute, versprach die schwierigste seit Kriegsende zu werden. Denn nach der Spaltung der Sozialistischen Partei (PSI) und dem Auseinanderbrechen der Koalition aus PSI, Democrazia Cristiana und Republikanern gab es in Rom praktisch keine regierungsfähige Alternative mehr.

Doch hellte sich der Himmel über dem Kapitol am Wochenanfang wieder auf: Die PSU, sozialdemokratisches Spaltprodukt der PSI-Krise, deutete an, daß sie ihre Weigerung, sich an einer neuen Regierung des „Centro sinistra“ zu beteiligen, eventuell revidieren könnte. Bedingung: eine eindeutige Absage Rumors an die Kommunisten, die als Spaltpilz auf die bisherige Koalition gewirkt hatten.