Wer dem Augenschein nicht traut, dem bestätigt es die Statistik gewissermaßen amtlich: die Deutschen sind ein Volk von Biertrinkern. Wein und Sekt folgen bei den alkoholischen Getränken erst mit ganz großem Abstand, und „harte Sachen“ werden nur in relativ bescheidenem Maße konsumiert. Zwar trinken die Deutschen rein mengenmäßig noch etwas mehr Kaffee als Bier, aber für den geliebten Gerstensaft haben sie fast dreimal soviel ausgegeben. Es scheint, daß der Durst in den letzten Jahren eigentlich ganz gut gelöscht wurde. Während nämlich von 1961 bis 1965 von Jahr zu Jahr rund 1 1/2 Milliarden Mark mehr für Getränke ausgegeben wurden, betrug die Zunahme im letzten Jahr nur noch 0,9 Milliarden Mark.