Nach den beiden "Vorschaltprogrammen "Mercury" (sechs lemannte Flüge — Gesamtkosten: 1 57 Milliarden Mark) und "Gemini" (zehn bemannte Flüge amerikanische Raumfatrt mit dem Projekt "Apollo" ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Dieses Programm umfaßt bislang fünf bemannte Flüge und hat insgesamt 95 66 Milliarden Mark verschlungen.

Der Mondlandeflug von Apollo 11 kostete allein 1 42 Milliarden Mark (davon 220 Millionen für das Mutterschiff "Columbia", 120 Millionen für das Mondboot "Eagle", 71 0 Millionen für die Trägerrakete, fünf Millionen für wissenschaftliche Geräte, die auf dem Mond zurückblieben, und 280 Millionen für Sonderkosten).

Die drei Mondfahr, deren Schutzanzüge je 400 000 Mars kosteten, erhalten im Vergleich dazu bescheidene Gehälter: Apollo 11 Kommandant Armstrong (als ziviler Testpilot) rund 120000 Mark jährlich, Luftwaffenoberst Collins e t w a 68000 lUatk und der ranggleiche, aber dienstältere Aldrin rund 74 500 Mark im Jahr.

Das Apollo Programm haben unter Leitung der zivilen Weltraumbehörde NASA (North American Space Agency) bis zu 20 000 Privatfirmen mit zeitweilig etwa 400 000 Mitarbeitern realisiert. Der Nutzeffekt dieses größten Unternehmens aller Zeiten liegt vor allem in der Erfahrung, daß eine technisch wissenschaftliche Mammutorganisation ein Problem von dieser Größenordnung mit so vielen Unbekannten innerhalb eines bestimmten Zeitraums lösen kann — ganz abgesehen von den Nebenprodukten, die dabei abfielen. Die beiden Lunanauten brachten 20 Kilogramm Mondproben von ihrer Expedition mit, die in neun Ländern untersucht werden sollen.