Mit allen militärischen Ehren, aber ohne offizielle Zusagen für weitere militärische Hilfe wurde Israels Ministerpräsidentin Golda Meir am Wochenanfang nach zweitägigen Gesprächen mit der US-Regierung in Washington verabschiedet.

Frau Meir hatte Präsident Nixon einen umfangreichen Wunschzettel präsentiert. Die beiden wichtigsten Positionen: 50 „Phantom“-Kampfflugzeuge und 80 Jagdbomber vom Typ „Skyhawk“. Aus dem Weißen Haus verlautete dazu, dieses Problem müsse noch weiter erörtert werden. Israels Ministerpräsidentin erklärte: „Es hat nie ein kleines und kämpfendes Land gegeben, das nicht in der Lage gewesen ist, in Amerika Verständnis zu finden. Wir sind glücklich, zu diesem großen Kreis der Freunde zu gehören.“ Aus dieser Äußerung schließen Beobachter, daß Golda Meir zumindest private Zusagen für Flugzeuglieferungen erhalten habe. Wie Radio Israel meldete, hat Frau Meir vom US-Präsidenten auch finanzielle Hilfe erbeten – 1 Milliarde Dollar für die nächsten fünf Jahre. Über die Reaktion des Präsidenten auf diesen Wunsch wurde nichts bekannt.