Auf dem Pariser Automobilsalon (vom 2. bis 12. Oktober) hat ein neuer Renault Premiere. Frankreichs größte Automobilfabrik stellt den R 12 vor, der die Lücke zwischen R 10 und R 16 schließen soll – ein neuer Mittelklassewagen.

Vom R 10 stammt der 1300-ccm-Motor, dessen Hauptteile beibehalten oder "nur leicht verändert" übernommen wurden. Ein anderes typisches Konstruktionsmerkmal läßt die Verwandtschaft mit dem R 16 erkennen: Das neue Fahrzeug hat Frontantrieb.

Von außen zeigt der R 12 kaum noch Ähnlichkeit mit den anderen Renault-Typen. Der R 12 wurde "von Grund auf neukonstruiert"; Forderung an die Ingenieure war gewesen, ein strömungsgünstiges Fahrzeug zu entwickeln. Dieser Zielsetzung fiel die praktische Heckklappe des R 16 zum Opfer. Der neue Renault hat einen normalen Kofferraum (356 Liter), in dem auch wieder das Ersatzrad untergebracht ist.

Charakteristisch für den neuen Stil: lange, breite Motorhaube, nach hinten leicht ansteigendes Dach und kurze Heckpartie. Die neuartige Heckform soll die Richtungsstabilität bei hoher Geschwindigkeit günstig beeinflußen (Höchstgeschwindigkeit 140 km/st).

Weitere technische Merkmale: sportliche Knüppelschaltung mit kurzen Schaltwegen, 12-Volt-Gleichstrom-Lichtmaschine. "Knautschzonen" in Bug und Heck und Scheibenbremsen an den Vorderrädern, Trommelbremsen hinten.

Der R 12 ist die zweite Neuschöpfung des Werkes in diesem Jahr. Anders als der R 6, der vorläufig nicht nach Deutschland verkauft wird, soll der R 12 "im März oder April" bei deutschen Händlern stehen. Der Preis wird um 7000 Mark liegen. E-dt