Die Affäre um die „Green Berets“ wird in dem Dunkel bleiben, das sie von Anfang an umhüllte. Die CIA hat sich „aus Gründen der nationalen Sicherheit“ jetzt endgültig geweigert, ihre als Zeugen vorgesehenen Angehörigen in dem Prozeß aussagen zu lassen, der am 20. Oktober vor einem Saigoner Militärgericht beginnen sollte. Der amerikanische Heeresminister Resor verfügte daraufhin die Einstellung des Verfahrens und die Entlassung der acht Angeklagten, darunter der Ex-Kommandeur der „Green Berets“ in Vietnam, Oberst Robert B. Rheault, aus der Haft.

Rheault und seinen sieben Kameraden waren Mord und gemeinschaftliche Absprache zum Mord an einem der Spionage verdächtigten Vietnamesen vorgeworfen worden. Bis zur Stunde konnten jedoch weder die Leiche des Ermordeten gefunden, noch Einzelheiten über die Mitwirkung der CIA geklärt werden. Unklar wird auch bleiben, warum die Vorgänge um die „Green Berets“ überhaupt an die Öffentlichkeit gebracht worden sind. Fest steht nur: Das Ansehen der 9000 Mann starken Elitetruppe hat erheblichen Schaden genommen.