Ende der Salzdetfurth-Spekulation?

Die BASF in Ludwigshafen hat über ihre Tochter Wintershall Salzdetfurth-Aktien kaufen lassen. Nur noch wenige Aktien sollen an einer 25prozentigen Beteiligung fehlen. Damit ist ein Rätsel gelöst, das viele Monate die Börsianer beschäftigt hat. Die BASF bestreitet, daß Salzdetfurth-Aktien über die Börse erworben worden Sind. Die hohen Umsätze in diesem Papier lassen indessen den Schluß zu, daß die Stellen, von denen Wintershall die "kleineren Salzdetfurth-Pakete" erworben hat, ihr Material zu einem wesentlichen Teil über die Börse beschafft haben müssen. Wie es heißt, ist gegenwärtig kein Angebot an die freien Salzdetfurth-Aktionäre geplant, ihre Aktien gegen BASF-Aktien zu tauschen. Das hindert die Börse nicht daran, an ein späteres Tauschangebot von 100-Mark-Salzdetfurth-Aktien gegen 50-Mark-BASF-Aktien zu glauben. Darauf ist der heutige Salzdetfurth-Kurs von etwa 230 abgestellt.

Junge Schultheiss-Aktien erst 1970

Gegen die Vermutung, die jüngste Hausse in ihren Aktien hänge mit einer dicht bevorstehenden Kapitalerhöhung zusammen, wendet sich die Schultheiss-Verwaltung. Vermutlich wird das genehmigte Kapital aufgestockt werden, um freie Hand zum Erwerb weiterer Beteiligungen in Süddeutschland zu haben. Möglich sei, daß den Aktionären auf der Hauptversammlung im kommenden Jahr eine normale Kapitalerhöhung zum günstigen Bezugskurs angeboten würde.

IOS-Holding-Aktien unter Druck

Die Investors Overseas Services (IOS) Ltd., Kanada, hat den Ausgabekurs für ihre jetzt zum Verkauf gestellten Aktien auf 10 Dollar je Stück festgesetzt. Nachdem im außerbörslichen Handel bereits 29 Dollar je Stück geboten wurden, ist dieser Preis jetzt auf 14 bis 16 Dollar zurückgenommen worden. Fachleute haben einen Kurs von 14 Dollar als realistisch ausgerechnet. Da anzunehmen ist, daß ein großer Teil der Zeichner die jungen Aktien rasch wieder mit Gewinn verkaufen will und ohne Zweifel auch mehr Aktien gezeichnet worden sind, als von den einzelnen bezahlt werden können, fürchtet man an der Börse, daß das Papier bald nach Einführung in den Börsenhandel unter Druck geraten könnte.

Jetzt auch Capital Growth Immobilien

New Providence Securities, Nassau/Bahamas, will jetzt einen Immobilienfonds unter der Bezeichnung Capital Growth Real Estate Fund auflegen. Im Angebot heißt es: "Der Fonds wird besonderes Gewicht auf Investitionen legen, die mit dem weltweit anschwellenden Strom von Reisenden zu tun haben und hat bereits Beratungsverträge mit zwei Firmen ausgehandelt, die sich mit Investitionen in Transport- und Fremdenverkehrseinrichtungen befassen." Der Capital Growth Fund, von der gleichen Gesellschaft verwaltet, verzeichnete am Jahresende 1967 einen Rücknahmepreis für seine Anteile von 17,46 Dollar. Am 24. September 1969 betrug er nur noch 9,57 Dollar. In diesem Zeitraum betrug der Wertverlust fast 40 Prozent.