Sehr sehenswert:

„Das Doppelleben der Sister George“, von Robert Aldrich. „Jerry, der Herzpatient“, von George Marshall. „Circus“ (1928), von Charles Chaplin. „Das Schloß im Spinnwebwald“ (1957), von Akira Kurosawa.

Repertoire. Häufiger (wenn auch nicht oft genug) sind in den Kinos zur Zeit wieder zu sehen: „Das Messer im Wasser“ (1961), von Roman Polanski. „King Kong und die weiße Frau“ (1933), von Cooper und Schoedsack. „The Thin Man“ (1933), von W. S. Van Dyke. „Drei Rivalen“ (1955), von Raoul Walsh (der Film wird in einer verstümmelten Fassung und in einer fast kompletten von 119 Minuten angeboten). „Einbahnstraße in den Tod“ (1964), von Don Siegel. „Die erste Kugel trifft“ (1956), von Russell Rouse.

Im Fernsehen:

„Alles zu verkaufen“, von Andrzej Wajda. Ein Programm-Film des Regisseurs von „Asche und Diamant und zugleich ein Denkmal für dessen Hauptdarsteller Zbigniew Cybulski. Das tote Idol der polnischen Jugend, der Mythos des letzten Helden ist die leere Mitte des Films, in deren Sog er gerät. Ein tödlicher Unfall, ganz ähnlich dem Cybulskis, soll gefilmt werden, aber der Schauspieler ist nicht am Drehort erschienen. Er ist tödlich verunglückt, wie Cybulski. Die Suche nach dem Schauspieler wird zur Suche nach seiner wahren Identität zwischen Wirklichkeit und Legende. Der Regisseur (er heißt Andrzej, wie der Schauspieler, der ihn spielt, und wie der Regisseur des Films, in dem er spielt) findet für die Fortführung der Dreharbeiten keine Lösung und überläßt die Regie seinem Assistenten. Mannigfaltig sind die Verschachtelungen von Realität und Film. Sie setzen sich fort wie Spiegel im Spiegel in den Formen des Films. Mehr als ein Bild foppt den Zuschauer, gibt sich ihm als Rätsel auf, die Lösung offenbart den fiktiven Aspekt der Wirklichkeit. ZDF am 13. Oktober.

„Der kleine Soldat“ (1960), von Jean-Luc Godard, SWF III am 11. Oktober. „Jenseits des Gesetzes“, von Norman Mailer, NDR und WDF III am 11. Oktober. „Don’t Look Back“, von D. A. Pennebaker, BR III am 11. Oktober. „Marokko“ (1930), von Josef von Sternberg, BR III am 12. Oktober. „Judex“ (1963), von Georges Franju, WDF III am 12. Oktober.

Sehenswert:

„Besessen“, von Pim de la Parra. „Isadora“, von Karel Reisz. „Das Fotomodell“, von Jacques Demy. „Die Hölle sind wir“, von John Boorman. „Ausbruch der Verdammten“, von Buzz Kulik.

Ferner laufen:

„Die Landung auf dem Mond“, von Bill Gibson. Nur ein paar kurze Filmaufnahmen aus den Raumfahrzeugen gewinnen auf der Leinwand eine neue Qualität – aber sie hat man, besser, schon im Spielfilm gesehen, in Kubricks „2001“. Vertan wurde die Chance, durch zusätzliche Filmaufnahmen (etwa auch mit Hilfe von Modellen) Erfahrungen und Kenntnisse zu erweitern. Statt dessen verbreiten der Kommentar (Sprecher: Wernher von Braun) und die Musik eines Gershwin-Epigonen schäbiges Pathos.

„Oswalt Kolle: Zum Beispiel Ehebruch“, von Alexis Neve. Die Kirchenvertreter in der FSK, die ihn verboten wissen wollten, haben diesem Film (Film?) zu unverdienter Reklame verholfen. Niemand steht zuverlässiger auf der Seite von Gesetz und Sitte als Kolle. Der Sexus ist ihm durchaus keine Kraft, die Ordnungen sprengen kann, im Gegenteil. Nicht Ehebruch propagiert er, sondern für müde Partner den kleinen Seitensprung, der sie zufrieden wieder zusammenführt. Und nichts könnte weniger obszön sein als die schamhaft durch Gazeschleier fotografierten, Demonstrationszwecken dienenden Stellungen. Kolle ist kein Sexualist, der die Pädagogik, sondern ein Pädagoge, der den Sexus mißbraucht.

„Serafino“, von Pietro Germi. „Attraction“, von Tinto Brass. „Töten war ihr Job“, von Valerio Zurlini. „Des Teufels Seligkeit“, von Salvatore Samperi. „If...“, von Lindsay Anderson.

„2 durch 3 geht nicht“, von Peter Hall. „The Wild Bunch – Sie kannten kein Gesetz“, von Sam Peckinpah. „Eisstation Zebra“, von John Sturges. Frieda Grafe und Enno Patalas