Werner Blohm, Geschäftsführer der Hamburger Flugzeugbau GmbH (HFB), kündigte in Washington das erste deutsche Düsenflugzeug für zivile Zwecke und mit transkontinentaler Reichweite an. Das neue Geschäftsreiseflugzeug "HFB 330 Hansa Fan Jet" soll ab November 1972 an die ersten Käufer ausgeliefert werden. Kaufpreis: 6,5 Millionen Mark. Daß der "Hansa Fan Jet" zuerst in den USA angekündigt wurde, hat seinen guten Grund: Der Transkontinental-Jet aus Hamburg wurde "speziell für die Bedürfnisse des amerikanischen Marktes konstruiert."

J. W. Abel, Vorsitzender der amerikanischen Stahlarbeiter-Gewerkschaft, plädierte für die schnelle Verwirklichung sozialer Zukunftsmusik. Er forderte alle Gewerkschaften Amerikas auf, geschlossen um die Durchsetzung der Vier-Tage-Woche zu kämpfen. Das Ziel könnte erreicht werden, ohne daß die Arbeiter auch nur einen Pfennig weniger verdienen. Abel befürchtet, daß auf Grund der Automatisierungs-Reserven in der nächsten Flaute eine große Zahl der amerikanischen Arbeitnehmer für immer den Arbeitsplatz verlieren wird.

Robert Evander Mc Nair, Gouverneur des amerikanischen Bundesstaates South Carolina, reiste nach Ludwigshafen und besuchte BASF-Chef Professor Dr. Timm. Mc Nair suchte Kontakt mit den reichen Deutschen, die "wesentlich zum industriellen Entwicklungsprogramm seines Staates beitragen" und für "eine völlig neue Konzeption industrieller Entwicklung" an der amerikanischen Atlantikküste Sorge tragen. Die amerikanische BASF-Tochter hatte in South Carolina ein Gelände erworben, das größer ist als der Werkskomplex in Ludwigshafen. Ab 1972 sollen dort die BASF-Spezialitäten, Farb- und Kunststoffe, produziert werden.