Von der "Sozialen Symmetrie" haben die deutschen Arbeiter in den letzten sechs Jahren nicht viel gespürt: Fast durchweg blieb der Zuwachs des Geldes in ihren Lohntüten hinter der gesamtwirtschaftlichen Expansion zurück. Nur zweimal, in der Rezession, hat sich die soziale Unsymmetrie für sie bezahlt gemacht. Das war 1966 und 1967, als die Rezession ihren Tiefpunkt erreichte. Die Löhne sind in unserem Wirtschaftssystem die Spätzünder der Konjunktur. Wenn die Wirtschaft floriert, kommt beim Arbeiter der neue Wohlstand zuletzt an. Doch andererseits, wenn es mit der Wirtschaft bergab geht, schlägt das nicht in vollem Ausmaß sofort auf die Löhne durch. Dann profitieren die Arbeiter von der Spätzündung.