Hoechst plant neue Wandelanleihe

Fast 500 Millionen Mark wollen sich die Farbwerke Hoechst zu Beginn des nächsten Jahres über eine neue Wandelanleihe beschaffen. Das Bezugsverhältnis wird wahrscheinlich 4:1 betragen. Über die Konditionen wird erst im Dezember entschieden werden, wenn man weiß, wie die Lage am Kapitalmarkt zum Emissionstermin sein wird. Die letzte Hoechster Wandelanleihe datiert von 1967. Sie führte dem Unternehmen rund 300 Millionen Mark zu.

TRW-Anleihe verbessert

In Anpassung an die veränderte Lage auf dem Rentenmarkt wird der Zinssatz der für den 15. Oktober zu erwartenden 80-Millionen-Mark-Anleihe der TRW International Finance Corporation, Wilmington, Delaware/USA, von 7 1/4 auf 7 1/2 Prozent angehoben. Der Ausgabekurs dürfte zwischen 96 3/4 und 97 3/4 Prozent liegen. Damit wird die Rendite mindestens rund 8 Prozent betragen, ein Satz, der heute als angemessen gelten kann. Anleihen ausländischer Emittenten, die nicht diese Rendite bringen, sind nicht marktgerecht.

Michelin empfohlen

In einem Bericht für ihre Kundschaft empfiehlt das Bankhaus Schröder, Münchmeyer, Hengst & Co den Kauf von französischen Michelin-Aktien. Angesichts der guten Wachstumsaussichten des Unternehmens, dessen Gewinne zu zwei Dritteln aus dem Auslandsgeschäft resultieren, erscheint die Aktie bei einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von zur Zeit knapp 13 als unterbewertet. Für 1969 ist mit einer Gewinnsteigerung zu rechnen. Die erheblichen Investitionen in Frankreich und in den europäischen Ländern sollen im wesentlichen aus einbehaltenen Gewinnen finanziert werden.

Anleihe in Rechnungseinheiten

Die Commission Federal de Electricidad, Mexiko, legt eine Anleihe über 10 Millionen Europäische Rechnungseinheiten (1 Rechnungseinheit = 1 US-Dollar) auf. Mit dem System der Rechnungseinheiten soll der Anleger vor Abwertungen einzelner Währungen geschützt werden. Der Nominalzinssatz beträgt 8 1/2 Prozent, die Rendite kommt auf ca. 8,8 Prozent. Die Anleihe wird bis 1979 durch Rückkauf an der Börse getilgt.